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Thymian ist als Heilpflanze seit jeher bekannt. Und was lange nur als Erfahrungswissen galt, ist inzwischen sogar pharmakologisch nachgewiesen: Seine ätherischen Öle hemmen Entzündungen, entspannen verkrampfte Atemwege und beruhigen die Schleimhäute. Bei leichten Erkältungen reicht Thymian allein. Wer jedoch auch Fieber hat, sollte schulmedizinische Arznei dazunehmen.
Thymian kann als Kraut oder alternativ als Kapseln oder Pillen eingenommen werden. Wichtig ist bei den verarbeiteten Produkten: Nur wenn sie eine möglichst hohe Konzentration der Öle enthalten, kann die Wirkung gewährleistet werden. Vorzuziehen sind zudem reine Thymian-Produkte, sie enthalten keine weiteren Zusätze oder fremde Substanzen. Für alle Anwendungen beispielsweise bei Erkältungen eignet sich aber auch unverarbeiteter frischer oder getrockneter Thymian. Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern verliert Thymian auch im getrockneten Zustand seine Wirkung nicht.
Thymian hat einen typischen Eigengeruch, aber nicht nur das. Das Kraut schmeckt auch vorzüglich – beispielsweise in der italienischen Küche in Form eines frischen Thymian-Zweiges zwischen der Haut und dem Fleisch eines Hähnchenschenkels. Zusammen mit gerösteten Haselnüssen kann Thymiankraut auch püriert werden. So entsteht ein köstliches leicht bitteres Pesto, passend beispielsweise zu roter Beete als Vorspeise. Thymian regt außerdem die Verdauung an, fettreiche Gerichte werden damit zudem leichter bekömmlich.
Thymian gegen Erkältungen
Für einen Aufguss übergießt man einen gehäuften Esslöffel getrockneten Thymian mit einem Viertel Liter Wasser und lässt den Sud zehn Minuten ziehen, bevor man ihn abseiht. Trinkt man davon drei bis vier Gläser pro Tag, hilft das gegen eine verstopfte Nase und ein gereiztes Bronchialsystem.
Thymian-Erkältungsbad
100 Gramm Thymian mit einem Liter Wasser aufkochen. Den Aufguss 15 bis 20 Minuten ziehen lassen und durch ein Sieb ins Badewasser geben. Atmet man den Dampf tief ein, entspannen sich die verkrampften Atemwege und Kopfschmerzen werden gelindert.
Text: Beate Wagner
Filmbeitrag: Erika Brettschneider








