Eine Hyper-Brailletastatur für Blinde (Quelle: rbb)

- High-Tech für Sehbehinderte

Der herkömmliche Blindenstock wird heute zunehmend ergänzt oder ersetzt durch hochmoderne Technik: Laser-Scanner, Farberkennungsgeräte, oder spezielle GPS-Handys zur Orientierung sind neu entwickelte Hilfsmittel, die es blinden Menschen immer besser ermöglichen, gleichberechtigt am öffentlichen Leben teilzunehmen.

Technik der Superlative ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Und auch Menschen mit Behinderungen wie zum Beispiel Blinde profitieren von den neuen Entwicklungen. So können Blinde heute beispielsweise mit modernen Scannern, die Barcodes von Verpackungen auslesen und in Sprache umsetzen können, einkaufen gehen. Mehr als zwei Millionen Produkte aller Art sind in dem Scanner abgespeichert.

Eine Brailletastatur für Blinde (Quelle: rbb)

Oder sie können genauso wie Sehende am Computer arbeiten. Statt auf die optische Wahrnehmung greifen sie dabei auf ihre taktile und akustische Wahrnehmung zurück. Sie arbeiten oft mit dem sogenannten Screenreader. Das ist ein komplexes "Bildschirmausleseprogramm", das die Bildschirminformationen wie zum Beispiel Texte und Grafiken interpretiert und sie an Ausgabemedien wie Braillezeilen und Sprachausgaben weitergibt. Eine synthetische Stimme "liest" dem blinden Nutzer den Bildschirminhalt vor – oder die Inhalte werden durch den Screenreader auf einer Braillezeile ausgegeben.

Eine blinde Frau arbeitet an einem Computer (Quelle: rbb)

Diese Braillezeile (kurz Zeile, oder Brailledisplay) ist eine Hardwarekomponente des Computers, ein Ausgabegerät, das die Informationen des Screenreaders aufnimmt und in der Blindenpunktschrift Braille wiedergibt. Diese Schrift kann der trainierte Leser mit den Fingerkuppen ertasten. Mit Hilfe der Braille-Tastatur können Blinde die Texte dann auch bearbeiten. Völlig neue Perspektiven ermöglicht jetzt die sogenannte Hyper- Braille: Die Tastatur besteht aus 7.200 Punkten. Mit ihr können Blinde mithilfe der Fingerspitzen sogar Graphiken planen, erstellen und entwickeln. Auch ist es möglich, mithilfe einer Braille-Tastatur ganz normale Bücher für Sehende in Blindenschrift zu lesen.

Ein Scanner scannt die Etiketten von Produkten (Quelle: rbb)

Sogenannte Farberkennungsgeräte mit Sprachausgabe helfen Menschen, die Farben nicht oder nur sehr eingeschränkt wahrnehmen, selbstständig unterscheiden zu können. Das Gerät sucht beispielsweise die passenden Farben für die Kleidung aus. Dazu wird es an den Gegenstand gehalten und das Gerät sagt nach einem Tastendruck die jeweilige Farbe an.

Auch Smartphones mit Extra-Apps für Blinde helfen durch den Alltag. Um die Hände freizuhaben, tragen die blinden Benutzer zudem einen speziellen Kopfhörer, bei dem der Schall über den Ohrknochen übertragen wird. Gleichzeitig bekommt der Nutzer aber auch die Umgebungsgeräusche mit. Das ist für Blinde extrem wichtig, da sie sonst beispielsweise herannahende Autos nicht hören.

Neben der Funktion des Telefons lässt sich mit dem Blinden-Smartphone natürlich aber auch der E-Mailverkehr erledigen. Bei Bedarf kann man mit dem Smartphone auch Fahrpläne abrufen. Immer öfter lassen sich Blinde zudem von einem speziellen, super genauen GPS-Handy für Blinde durch die Stadt führen. Das GPS- Handy macht nahezu zentimetergenaue Angaben.

Ein Laser-Scanner im Griff des Blindenstabs warnt vor höheren Objekten (Quelle: rbb)

Die seit Jahrzehnten wichtigste Mobilitätshilfe für blinde Menschen ist der weiße Langstock: Dieser moderne Blindenstock ermöglicht blinden Menschen eine Orientierung, wenn sie zu Fuß unterwegs sind. Mit einem Blindenstock werden Veränderungen des Untergrundes, Hindernisse sowie Bordsteine und Treppen rechtzeitig erkannt. Der blinde Mensch erhält über die Spitze des Blindenstockes eine Rückmeldung darüber, was sich vor ihm befindet.

Darüber hinaus dient ein Blindenstock als Erkennungszeichen für andere Verkehrsteilnehmer wie beispielsweise Autofahrer. Allerdings lassen sich mit dem normalen Blindenstock nur Hindernisse in Bodennähe ertasten. Ein Laser-Scanner im Griff des modernen sogenannten Langstocks gibt nun zusätzliche Sicherheit. Erkennt der Laser ein höher gelegenes Hindernis, beginnt der Griff in der Hand zu vibrieren. Anderthalb Meter vorher schlägt der Laser-Langstock Alarm. Übrigens - die Kosten für die meisten technischen Hilfsmittel übernehmen die Krankenkassen.

Filmbeitrag: Johannes Mayer
Infotext: Beate Wagner

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Grafik: Entzündung am großen Zeh (Quelle: rbb)

Hallux valgus – unerträgliche Schmerzen im Fuß

Der Hallux valgus, auch Ballenzeh oder Überbein genannt, ist die am weitesten verbreitete Fußkrankheit. 10 Millionen Menschen in Deutschland leiden daran. Frauen sind dabei weitaus häufiger betroffen, im Verhältnis neun zu eins. Manchmal wird allerdings bei der Diagnose Hallux valgus zu schnell zu einer Operation geraten. Die Folgen können dramatisch sein, so wie im beschriebenen Fall der rbb Praxis.

Ein Mann schnupft sich die Nase (Quelle: rbb)

Erkältungsmythen

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Herz-Lungen-Wiederbelebung anhand einer Übungspuppe (Quelle: rbb)

Erste Hilfe – aber richtig!

Durchschnittlich sieben Minuten dauert es, bis Rettungskräfte bei einem Notfall eintreffen. In ländlichen Gegenden kann es jedoch erheblich länger dauern. Da ist es wichtig, dass Menschen, die zufällig vor Ort sind, den Verletzten sofort helfen können. Erste Hilfe ist dann das Gebot der Minute.

Training mit der Rückenbank (Quelle: rbb)

Trainingsgeräte gegen Rückenschmerzen im Test

Vier von fünf Deutschen haben, bzw. hatten schon mal Probleme mit ihrem Rücken. Für die Millionen von Betroffenen gibt es eine breite Palette von Trainingsgeräten für Zuhause. Sie alle versprechen einen gesunden Rücken. Die rbb Praxis hat verschiedene Geräte mit unterschiedlichen Wirkprinzipien getestet.