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Vier von fünf Deutschen haben, bzw. hatten schon mal Probleme mit ihrem Rücken. Für die Millionen von Betroffenen gibt es eine breite Palette von Trainingsgeräten für Zuhause. Sie alle versprechen einen gesunden Rücken. Die rbb Praxis hat verschiedene Geräte mit unterschiedlichen Wirkprinzipien getestet.

Rückenschmerz ist eine der häufigsten Beschwerden der Nation. Vorbeugend und therapeutisch predigen Experten regelmäßige Bewegung und das kontinuierliche gezielte Training der Rückenmuskulatur. Spezielle Geräte für die Rückenmuskulatur dafür gibt es im Fitnessstudio. Wer keine Lust hat, da regelmäßig hinzugehen, kann sich auch im heimischen Keller oder Wohnzimmer ein Mini-Fitness-Studio einrichten.
Ob die Geräte wirklich etwas taugen, hängt von verschiedenen Aspekten ab:
Zunächst sollte ein Trainingsgerät nicht zu groß sein, damit es nicht die gesamte Wohnung verstellt. Zudem sollte die Gebrauchsanleitung so verfasst sein, dass auch ein Laie sie versteht und das Gerät entsprechend richtig bedienen kann.
Zudem müssen die Übungen mit und auf den Geräten so einfach und alltagstauglich sein, dass jeder Nichtgeübte sie einfach nachmachen kann. Nicht selten sind die vorgeschlagenen Bewegungen aber kompliziert und erfordern zu viel Nachdenken. Das Problem: Durch die übermäßige Konzentration auf den richtigen Bewegungsablauf trainiert man dann oft falsch, es kommt zu Verspannungen.
Die rbb Praxis hat nun drei Trainingsgeräte für den Heimgebrauch unter die Lupe genommen: Den "Flexi-Bar-Stab" für 85 Euro, das Latex-Band für 12 Euro und eine "Rückenbank" für immerhin 100 Euro. Außerdem haben wir die Effekte von Bodengymnastik auf der heimischen Decke überprüft.

Fazit des rbb-Tests:
Die Bodengymnastik ist klarer Testsieger. Mit den Übungen der Bodengymnastik lassen sich (ohne hohe Kosten für ein Trainingsgerät) fast alle Muskelbereiche trainieren, die für den Rücken wichtig sind. Ein effektiver Muskelaufbau ist möglich. Für untrainierte Anfänger wie auch für Fortgeschrittene ist die Bodengymnastik geeignet.
Gut tauglich für zu Hause ist auch das Latexband. Das mobile leichte Theraband in poppigen Farben ist ein fester Bestandteil der Fitness-Welt – mit ihm lassen sich fast alle Rücken-Muskelgruppen in unterschiedlichen Übungen trainieren. Die Stärke des Latexbandes liegt im konstant progressiven Widerstand: Wer stark zieht, erntet starken Widerstand. So ein Latexband gibt es in acht verschiedenen Stärken.

Der sogenannte Flexi-Bar-Stab hat nicht bestanden. Der Trainingsstab soll durch seine Vibration eine unwillkürliche, reflektorische Anspannung des Rumpfs bewirken, die durch bewusste Muskelkontraktion nicht erreicht wird. Der Schwingstab trainiert vor allem die Tiefenmuskulatur, während Kraftgeräte und Hanteln mehr an der Oberfläche arbeiten. Ohne den richtigen Schwing-Rhythmus hat das Training allerdings keinen Effekt.
Die Rückenbank ist für den Gebrauch in der Wohnung eher ungeeignet – denn mit dem sperrigen Gerät werden nur die sogenannten Rückenstrecker trainiert. Doch für diesen begrenzten Bereich braucht man keine extra Rückenbank, die Rückenstrecker können auch mit Gymnastik aufgebaut werden. Um den Rücken fit zu halten, braucht man also nur eine geeignete Unterlage – und Spaß am Trainieren.
Filmbeitrag: Thomas Förster
Infotext: Beate Wagner














