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Gegen Krankenhaus-Keime, wie MRSA oder Klebsiellen, aber auch gegen Schimmelpilze oder Viren hat ein Bremer Biotechnologie-Unternehmen ein Verfahren entwickelt. Über eine "Ultraschallvernebelung" werden Partikel aus Milch oder Zitrusfrüchten und Kräutern in die Umgebungsluft gebracht. Dass diese natürlichen Wirkstoffe Luft- und Oberflächenkeime nachweislich reduzieren, konnten Studien zeigen. Die Keimbelastung kann so ganz ohne chemische Keule bekämpft werden.

Keime im Trinkwasser werden immer häufiger – selbst in Deutschland häufen sich Meldungen über eine Belastung mit gefährlichen Erregern. Gefährlich ist das vor allem für Menschen mit einem abwehrgeschwächten Organismus oder für frisch Operierte. Denn dringen die Erreger wie MRSA, Klebsiellen, Schimmelpilze oder Viren beispielsweise über eine frische Operationswunde, kann das zu schweren Infektionen führen.
Ein neues Verfahren soll nun Abhilfe schaffen. Der so genannte „Ultraschallvernebelung“ bringt winzige Partikel aus der Milch oder aus Zitrusfrüchten und Kräutern in die Umgebungsluft. Oberflächenkeime werden dadurch nachweislich reduziert. Das belegen Studien.

Der auf natürlichen Rohstoffen basierende und antimikrobielle Wirkstoff kann somit die Keimbelastung ganz ohne chemische Keule bekämpfen.
Der Ultraschallvernebler wirkt schon in geringer Konzentration, indem er den Stoffwechsel der Mikroorganismen von innen heraus angreift. Damit der Wirkstoff möglichst fein und gleichmäßig im Raum verteilt wird, ist der Ultraschall nötig.
Entwickelt hat das neue Verfahren ein Bremer Biotechnologie-Unternehmen in einem von der Bundesregierung gefördertem Forschungsprojekt. Eingesetzt werden die neuartigen Systeme bislang schon in einigen Altenheimen und auch in Privathaushalten. Der Einsatz in Kliniken ist geplant.
Filmbeitrag: Johannes Mayer
Infotext: Beate Wagner







