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Die Auswahl an Kohlsorten ist in unseren Breiten groß. Grünkohl, Rosenkohl & Co. sind wichtige Vitaminspender im Winter.
Kohl galt lange Zeit als "Arme-Leute Gemüse", doch inzwischen hat man seine Qualitäten wieder entdeckt. Ein Vorteil: In der kalten Jahreszeit sind die Kohlsorten und weitere leckere Sorten an Wintergemüse aus regionalem Anbau erhältlich. Bei kurzen Wegen vom Feld in den Einkaufskorb bleiben die Vitamine besonders gut erhalten. In Grünkohl stecken außerdem viel Eiweiß und verdauungsfördernde Ballaststoffe. Und sein Vitamin C - Gehalt ist ähnlich hoch wie der von Paprika. Traditionell wird der Grünkohl lange gekocht. Im Institut für Lebensmitteltechnologie und Lebensmittelchemie der Technischen Universität Berlin hat man nun erforscht, dass das bestimmten Inhaltstoffen, den so genannten Polyphenole, nicht schadet, ganz im Gegenteil: Durch den Kochvorgang werden diese antioxidativ wirksamen Pflanzenstoffe wieder aufgebaut. Sie schützen unsere Körperzellen vor krebserregenden Substanzen. Außerdem sollen sie das Herz und die Blutgefäße schützen.

Der Vitamin C - Gehalt allerdings leidet bei langem Köcheln. Wer also auf Vitamin C im Grünkohl nicht verzichten will, sollte ihn nur kurz garen. Die gesundheitsfördernden Polyphenole entfalten sich dagegen durch langes Erhitzen. Weißkohl entwickelt einige seiner Nährstoffe ebenfalls nach intensiver Behandlung, als Sauerkraut. Während des Gärvorgangs vermehren sich Milchsäurebakterien.
Diese können helfen, die Immunabwehr zu stärken. Dies hat besonders dann positive Effekte, wenn man durch bakterielle Infekte geschwächt ist und sogar Antibiotika einnehmen muss. Durch die Milchsäure wird der Darm gegen Nebenwirkungen dieser Medikamente geschützt.

Außerdem ist Sauerkraut reich an Vitamin C. Allerdings verträgt auch hier das Vitamin keine Hitze. Wer Sauerkraut jedoch lieber gekocht mag, sollte es nur langsam erhitzen und noch ein bisschen rohes Kraut darunter mischen.
Wirsing, ein typisches Wintergemüse, enthält viel Folsäure; die ist wichtig für die Blutbildung. Rote Bete sieht nicht nur köstlich aus, sondern ist auch appetitanregend und verdauungsfördernd. 200 Gramm Rote Bete decken bereits 50 Prozent des täglichen Folsäurebedarfs. Rote Bete schmeckt übrigens auch ungekocht: Geraspelt und als Rohkost-Salat angemacht ist sie ein besonderer Genuss.
Filmbeitrag: Erika Brettschneider
Infotext: Susanne Faß









