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Zwischen November und April verzehren die Deutschen überraschenderweise am meisten Salat - mehr als im Sommer. Doch was steckt drin in dem Salat, den wir jetzt in den Läden kaufen können?
Grüner Salat ist für viele der Inbegriff gesunder Ernährung. In Wahrheit besteht er zu 90 bis 95 Prozent aus Wasser. Auch an Vitaminen mangelt es ihm: Gerade der so beliebte Kopfsalat enthält nur wenig davon. Mehr Vitamine stecken in Romano-, Rucola- oder Feldsalat, nämlich die Vitamine A und C. Die Blätter werden am besten im Ganzen gewaschen. So gehen weniger Mineralien und Vitamine verloren, als wenn man sie vorher zerschneidet. Um den Vitamingehalt von Salat zu steigern, reichert man ihn am besten mit vitaminhaltigen Gemüsesorten wie Karotten, Paprika, Tomaten und Brokkoli an. Je frischer der Salat ist, desto mehr Vitamine und Mineralstoffe enthält er übrigens. Die Frische erkennt man am besten an der Schnittstelle: sie sollte feucht und hell sein.
Salat enthält viele Mineralien wie Folsäure, Eisen, Magnesium und Zink. Sie sind wichtig für den Zellaufbau. Der Nährstoffgehalt von Salat unterscheidet sich von Sorte zu Sorte. Chicorée, Endivien und Radicchio gelten als vitamin- und mineralstoffreich. Feldsalat punktet vor allem mit seinem Eisengehalt.
Salat hat aber auch seine "Schattenseiten": An seinen Blättern lagern sich mehr Schadstoffe ab als an anderem Gemüse. Für Treibhaussalat werden zudem Pestizide eingesetzt und hohe Mengen an Energie verbraucht. Vor allem in den Wintermonaten ist Salat mit Nitrat belastet. Die Stickstoffverbindung wird den Böden zugefügt, damit der Salat überhaupt wächst. Nitrat an sich ist nicht gefährlich. Wird jedoch Nitrat zu Nitrit umgewandelt, kann das zu gesundheitlichen Problemen führen: Nitrit in hohen Mengen gilt als krebserregend. Rucola, Feld- oder Kopfsalat ziehen besonders viel Nitrat aus der Erde. Von vornherein nitratarm sind Eisbergsalat, Chinakohl und Chicorée. Da sich Nitrat vor allem in den Strünken und den äußeren Blättern sammelt, sollte man diese entfernen. Biosalate sind meist weniger belastet als herkömmlich angebaute Sorten.

Salat ist ein echter Schlankmacher: In 100 Gramm Kopfsalat stecken lediglich 11 Kalorien. Ein Teller als Vorspeise ist optimal, sagen die Ernährungsmediziner. Dadurch haben Magen und Darm etwas zu tun, so dass man nicht Unmengen vom Hauptgang isst.
Fazit: Grüner Salat ist gesund, wenn man ihn möglichst frisch verzehrt, gut wäscht und mit anderem Gemüse kombiniert.
Filmbeitrag: Carola Welt
Infotext: Constanze Löffler







