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Der Frühling naht, Ostern steht bald vor der Tür – und damit die günstige Gelegenheit, mal wieder zu verreisen. Wer in exotische Gebiete fährt, sollte vorher unbedingt die Reiseapotheke überholen und seinen Impfschutz beim Arzt überprüfen lassen. Denn bei vielen Erwachsenen sind die Standardimpfungen – Tetanus, Diphtherie, Polio – längst abgelaufen. Eine Auffrischung ist angeraten.
Zusätzlich ist es ratsam, sich je nach Urlaubsziel über empfohlene oder notwendige
Impfungen wie beispielsweise gegen Hepatitis, Typhus und Malaria aufklären lassen. Gegen Hepatitis B kann der Arzt impfen. Fliegen Sie in ein Gebiet, in dem das Risiko für Malaria erhöht ist, kümmern Sie sich um Insektenabweisende Mittel und möglicherweise um ein Malariamedikament für den Notfall (Stand-by). Informieren Sie sich außerdem, in welchen Intervallen bestimmte Medikamente genommen werden müssen. Bei Reisen in ein Land mit Zeitverschiebung müssen diese beachtet werden.
Grundsätzlich sollte jede Reiseapotheke enthalten:
Sonnencreme schützt vor Sonnenbrand und Hautkrebs. Gegen Schmerzen und Fieber helfen Paracetamol oder Ibuprofen. Gegen Reiseübelkeit wirken Tabletten aus der Apotheke. Bei Durchfall helfen Brombeerblättertee, Elektrolyte (vor allem Salz), ausreichend Trinkwasser, und im Notfall kurzzeitig Loperamid. Bei Verstopfung: Wasser, Kleie, ballaststoffreiche Lebensmittel, Lactulose, ebenfalls nur kurz anzuwenden. Gegenmittel gegen Allergien sind Antihistaminika oder Cromoglicinsäure. Insektenstiche bekämpfen Sie am besten mit Arnikatinktur oder kühlenden Gels. Denken Sie außerdem an Desinfektionsmittel, Pflaster, sterile Wundkompressen, Mullbinden und ein digitales Fieberthermometer, all das sollte immer mit im Gepäck sein.

Rezeptpflichtige Antibiotika gehören hingegen nicht in die Reiseapotheke, sondern in die Hände von Ärzten, die entscheiden müssen, ob sie nötig sind oder nicht. Wer sich vor fremden Erregern schützen will, greift an Straßen-Ständen eher vorsichtig zu. In den am Stand zubereiteten Speisen können Krankheitserreger sich gut einnisten und verbreiten. Das Essen sollte daher immer noch dampfen, bevor es verzehrt wird. Im Pauschalurlaub mit Hotelverköstigung ist man ebenso nicht vor Krankheitskeimen sicher, wie Untersuchungen gezeigt haben. Achtung bei Dip-Saucen oder Mayonnaisen oder Cremes, die stundenlang auf Buffets angeboten werden.
Erwischt es einen doch, hilft bei Magenverstimmung der altbewährte Trick, den auch Kinder lieben: schwarzer Tee oder Cola und Salzstangen! Aus der Cola sollte man vorher jedoch die Kohlensäure entweichen lassen. Denn sie führt dem Bauch Luft zu - eine unnötige zusätzliche Belastung. Genauso wie zu kalte Getränke.
Filmbeitrag: Nadine Bader
Infotext: Beate Wagner








