Verschiedene Sonnencremes aufgestellt auf Rasen (Quelle: rbb)

- Sonnencreme oder Vitamin D-Synthese?

Eingecremt? Auch bereits in diesen Tagen kann es zu einem Sonnenbrand kommen. Aber wer sich mit Sonnencreme schützt, verhindert der nicht auch das Auffüllen seines durch den Winter leeren Vitamin D-Speichers? Wie kann ein gesunder Kompromiss zwischen Sonnenschutz und Vitamin D auftanken aussehen?

Was gibt es schöneres, als die ersten Sonnenstrahlen zu erhaschen: Wer sich dieser Tage nach draußen begibt, sieht überall Menschen, die ihr Gesicht der Sonne entgegen halten. Die Sonne scheint nicht nur warm auf die Haut, die UV-Strahlung wirkt auch den in diesen Wochen weit verbreiteten niedrigen Vitamin-D-Spiegeln entgegen. Im März und April sind bei vielen Menschen die Vitamin D-Speicher im Körper leer, es besteht ein Mangel.

Sonnencreme auf einer Hand (Quelle: rbb)

Gebildet wird Vitamin D durch Sonnenlicht in der Haut: Mit UVB-Strahlen wandeln wir dort eine unwirksame Vorstufe, das Provitamin D, um in aktives, wirksames Vitamin D. Ohne ausreichende Sonnenbestrahlung funktioniert aber die Bildung von Vitamin D nicht.

Aktuellen Studien zufolge ist jederzeit ein ausreichender Spiegel an Vitamin D wichtig. Denn Vitamin D senkt das Risiko von Knochenbrüchen, es festigt die Knochen. Außerdem kräftigt es die Muskeln, der Gang wird sicherer. Das vermeidet Stürze. Bei Vitamin-D-Mangel hingegen erhöht sich das Risiko für Krebs, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie die Anfälligkeit für Infektionen.

Menschen genißen die Sonne auf einer Grünfläche (Quelle: rbb)

Doch was nun tun, wenn man dem Vitamin D-Mangel begegnen will, aber keinen Sonnenbrand bekommen möchte und daher Sonnencreme benutzt? Sonnencreme hat ja bekanntlich den Effekt, dass sie die Haut vor UV-Strahlung schützt. Chemische Filter in der Sonnencreme nehmen das UV-Licht auf und geben dabei Wärme ab. Je höher der Lichtschutzfaktor, desto besser ist der Schutz.

Fazit: Die Dosis macht das Gift. Wenn man regelmäßig kurz in die Sonne geht -die Länge des Sonnenbades sollte sich nach dem individuellen Hauttyp richten - überwiegen die positiven Effekte gegenüber den negativen. Cremes mit sehr hohen Lichtschutzfaktoren sollte man dabei nicht benutzen, sonst wird nicht genügend Vitamin D produziert. Bei korrekter Anwendung blockiert schon eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor zehn 90 Prozent der Vitamin-D-Synthese. Andererseits muss man gleichzeitig darauf achten, dass es zu keinem Sonnenbrand kommt, vor dem Hautärzte warnen.


Filmbeitrag: Thomas Förster
Infotext: Beate Wagner

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