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Die neue Pollen-App des Deutschen Polleninformationsdienstes und des Deutschen Wetterdienstes erleichtert den Alltag von Allergikern. Daten zum Pollenflug werden mit persönlichen Symptomen verknüpft und lassen u. a. Rückschlüsse darauf zu, ob Allergiemedikamente wirken oder einfach weniger Pollen fliegen. Die App gibt es für Androidbetriebssysteme ab 4.0 und für iPhones ab 5.0.
An 45 Standorten in Deutschland werden mit Hilfe von Pollenflugfallen Daten zum aktuellen Pollenflug gesammelt. Dafür saugt ein Motor die Umgebungsluft durch einen kleinen Schlitz im Gehäuse in das Innere der Pollenfalle an. Die Fallen stehen auf den Dächern von Kliniken und Privathäusern, eine davon auf dem Dach der Charité in Berlin Mitte.
Aus den Messwerten entsteht in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst die aktuelle Pollenflugvorhersage. Die Meteorologen gleichen sie mit Informationen zu Wind, dem zu erwartenden Niederschlag und der Temperatur ab. Die Pollenflugvorhersage soll Orientierung darüber geben, wann welche Pollen fliegen. Zurzeit sind es in Berlin und Brandenburg vor allem Birkenpollen, die Blüte der Erle ist beendet.
Von den rund 20 Millionen Heuschnupfen-Geplagten in Deutschland wissen mehr als die Hälfte gar nicht genau, auf welche Pollen sie allergisch reagieren. Eine neue „Pollen-App“ könnte helfen. Sie kombiniert die Daten des örtlichen Pollenflugs mit den persönlichen Symptomen der Patienten.
Dafür tragen die Betroffenen ihre Beschwerden an Auge, Nase und Bronchien sowie die verordneten Medikamente in die App ein. In Verbindung mit der Art und Menge der Pollen am jeweiligen Standort bekommt man seine individuelle Auswertung zum Risiko der voraussichtlichen Pollenbelastung. Damit lassen sich unter Umständen überflüssige Allergie-Medikamente einsparen. Die App stuft den Benutzer außerdem auf der Grundlage der eingegebenen Daten als wenig, normal oder hochempfindlich gegenüber Pollen ein.
Die Pollen-App ersetzt weder den Arzt noch eine genaue Diagnostik. Aber sie kann den Alltag für Allergiker erleichtern und die Behandlung durch den Arzt unterstützen.
Filmbeitrag: Ursula Stamm
Infotext: Constanze Löffler








