Akupunkturim Gesicht, Pfefferminze, Tabletteneinnahme, Quelle: dpa, Montage: rbb

- ABC der Schmerzmittel

ASS, Paracetamol oder doch lieber etwas Pflanzliches? Das rbb Praxis ABC der Schmerzmittel klärt auf, welches Mittel was bewirkt.

ASS (Acetylsalicylsäure)

Rezeptfrei, schmerzstillend, antientzündlich, führt hochdosiert zu Schwindel, Ohrensausen, Übelkeit, nicht vor Operationen, für Kinder (Reye-Syndrom), Schwangere und Menschen mit Blutungsneigung verboten.

Paracetamol

Rezeptfrei, nicht antientzündlich, richtige Dosierung wichtig, sonst Überdosierung mit Leberversagen, Schwangere sollten kein Paracetamol nehmen, Vorsicht außerdem bei Kindern geboten, dauerhaft eingenommen entsteht Medikamentenkopfschmerz oder Nierenschaden.

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)

Entzündungshemmend, abschwellend und schmerzstillend, häufige Magen-Darmprobleme, zudem hohes Risiko für Herzkreislaufprobleme, daher nur so kurz und so niedrig dosiert wie möglich anwenden.

Opiate (Tramadol, Dihydrocodein, Morhin)

Älteste Schmerzmittel überhaupt, wegen Bedenken und Fehlern (falsche Dosierungen, zu schnelle Dosissteigerung, unregelmäßige Einnahme oder abruptes Absetzen) früher oft körperliche und psychische Abhängigkeiten, heute häufig langwirksame Opioide oder Schmerzpflaster im Einsatz.

Pflanzliche Alternativen

Äußerlich angewendet:
Arnikablüten (Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen), Paprikafrüchte (Nervenschmerz bei Diabetes, Herpes Zoster, Trigeminus), ätherische Öle wie Kampfer, Eukalyptus-, Fichtennadel,- Kiefernnadelöl (Erkältungen, rheumatischer Muskel- und Gelenkbeschwerden), Pfefferminzöl (Spannungskopfschmerz, rheumatischen Beschwerden)

Innerlich angewendet: Teufelskrallenwurzel (Arthrosen, Lumbalgie, Rückenschmerzen), Weidenrinde (chronische Rückenschmerzen), Brennnesselblätter (rheumatische Beschwerden), Pestwurz (krampflösend, prophylaktisch bei Migräne)