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Wer sich die Nase verschönern lassen möchte, kann trotz optisch überzeugendem Ergebnis ungeahnte Folgen erleiden. Denn wenn die Strukturen in der Nase nicht erhalten bleiben, bleibt manch einem förmlich die Luft weg – ein böses Erwachen.
Wie alle Körperteile ist auch die Nase bei jedem Menschen individuell geformt. Die eine stupsig, die nächste spitz, lang oder zu groß. Mitten im Gesicht gelegen nimmt die Nase eine zentrale Rolle ein und hat somit einen entscheidenden Einfluss darauf, ob ein Gesicht harmonisch und schön wirkt.
Immer mehr Menschen haben ein Problem mit ihrer nicht ganz so perfekten Nase und lassen sich diese operieren. Häufig wünschen sie sich ein kleineres und zierlicheres Modell. Nach Schätzungen der Internationalen Gesellschaft für Ästhetische Medizin (IGÄM e.V.) wurden im vergangenen Jahr über eine Million ästhetisch-plastische Operationen und Eingriffe in Deutschland durchgeführt. Dabei gehören Nasenkorrekturen zu den häufigsten Eingriffen bei Männern wie Frauen. Viele Deutsche verwirklichen ihren Verschönerungswunsch jedoch in Polen, Ungarn oder Tschechien. Dort sparen sie bis zu der Hälfte des Preises.
Ziel der Nasenkorrektur ist es immer, die Funktion mit dem Aussehen in Einklang zu bringen. Da der Eingriff jedoch mitunter schwierig und technisch anspruchsvoll ist, gelingt das nicht in jedem Fall. Experten der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland und der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde registrieren zum Beispiel gegenwärtig einen hohen Anteil an Zweiteingriffen, weil die Erstoperation misslungen oder das Ergebnis für den Patienten nicht zufriedenstellend war. Am häufigsten müssen Nasenkorrekturen wiederholt werden. So wird gegenwärtig etwa jede dritte operierte Nase nachbehandelt.
Es kann sogar sein, dass die Funktion nach der Korrektur leidet. Häufig ist die Nasenatmung behindert, es treten aber auch Probleme mit dem Riechen auf. So muss bei jeder Operation auch die innere Nase mit korrigiert bzw. behandelt werden. Wichtig außerdem vor jeder Operation: Der behandelnde Arzt sollte genau abfragen, welche Beschwerden vorher schon bestanden. Denn nicht nur das Äußere zählt, die Nase sollte auch nach der Korrektur ihre Aufgaben noch perfekt übernehmen können.
Wenn Patienten nach einer Korrektur zum Beispiel immer schlechter Luft bekommen, das Einatmen schwerfällt und ständig Infekte auftreten, kann das daran liegen, dass sich nach dem Eingriff neue knöcherne Strukturen gebildet haben, die die Nasenlöcher einzeln oder beide blockieren und so die Atmung behindern. Nicht selten wird auch übersehen, dass die Nasenscheidewand schon vor dem Eingriff schief steht. Nach der Korrektur ist dann der Raum, durch den die Einatemluft in die Luftröhre und weiter in die Bronchien gelangt, noch kleiner.
In aufwendigen Sitzungen werden die Probleme der Schönheitsoperation dann zunächst diagnostiziert. Eine Rhinomanometrie gibt beispielsweise Aufschluss darüber, wie und ob der Lufttransport durch die Nasenlöcher überhaupt funktioniert. Abwechselnd dichtet der diagnostizierende Arzt dabei ein Nasenloch ab. Nicht selten müssen die Patienten dann ein zweites Mal operiert werden. Alle Operationsschritte spielen sich dabei im Inneren der Nase ab. Die minimale, endoskopische Operation soll äußerlich keine Spuren und Narben hinterlassen. Ziel ist es: die Funktion der Nase wieder herzustellen. Vor der Operation wird der korrigierende Eingriff genau geplant und am PC simuliert. Bezahlen müssen Patienten die eigentlich vermeidbare zweite Operation allein.
Ein klares Konzept für die komplizierte Nachkorrektur bietet zum Beispiel die Parkklinik Berlin. Hier widmen sich die HNO-Chirurgen bei dem Eingriff sowohl den inneren, für die Atmung wichtigen Strukturen der Nase, als auch der äußeren Form. Monatelang erfolgt danach eine qualifizierte Nachsorge.
Wer sich also seine Nase korrigieren lassen will, sollte schon im Vorfeld darauf achten, wie der Eingriff geplant wird. Erhält der Patient ein umfassendes Aufklärungsgespräch, in dem auch Nebenwirkungen und mögliche Komplikationen erwähnt werden? Gibt es Voruntersuchungen und wenn ja, welche? Kümmert sich der Operateur um eine fundierte Nachsorge, die Komplikationen vermeidet? Nur wenn die eigentliche Nasenkorrektur von Anfang an gut geplant und in alle Richtungen abgecheckt ist, haben Patienten postoperativ keine bösen Überraschungen zu erwarten.
Filmbeitrag: Cornelia Fischer-Börold
Infotext: Beate Wagner
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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