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Tauchen lernen unter südlicher Sonne – immer mehr Menschen gönnen sich einen Tauchurlaub im Winter. Doch ist das Vergnügen auch sicher für die Gesundheit? Die rbb Praxis gibt wichtige Tipps.
Es sind diese Bilder, diese Momente, diese Farben, für die Taucher immer wieder unter Wasser gehen. Auftanken für den Alltag. Abtauchen in eine andere Welt. Bevor es so weit ist, müssen erst einmal Theorie gepaukt und Praxis geübt werden.
Vor allem ist eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung notwendig. Die sollte man mindestens alle drei Jahre durchführen. Menschen über 40 oder unter 18 Jahren wird sie einmal jährlich empfohlen. Dabei werden Fragen zum Allgemeinzustand geklärt, Nasennebenhöhlen und Ohren überprüft.
Ein EKG gibt Auskunft über den Zustand des Herzens. Bei der sogenannten Spirometrie wird die Lungenfunktion überprüft. Atemvolumen und Luftflussgeschwindigkeit werden gemessen. Funktioniert der Gasaustausch in der Lunge problemlos, steht einem Tauchurlaub aus medizinischer Sicht nichts im Wege.
Doch aufgepasst: Meist liegt vor dem Taucherlebnis ein Flug. Direkt nach der Ankunft sollte es besser nicht ins Wasser gehen. Auch wenn die Rückreise ansteht, gilt: mindestens 24 Stunden Pause zwischen letztem Tauchgang und Flug. Beim Tauchen selbst heißt es ausreichend trinken, nur zu zweit mit einem sogenannten "Buddy" tauchen, immer ruhig bleiben.
Tauchanfänger halten sich meist sehr genau an das Gelernte. Unvorsichtiger werden dagegen mit der Zeit routinierte Taucher. Aus diesem Grund trainieren beispielsweise die Einsatztaucher der DLRG immer wieder das, was sie eigentlich schon in- und auswendig wissen, beispielsweise im Tauchturm der DLRG.
Der ist etwas ganz Besonderes und das weltweit einzige Exemplar seiner Art: Die Anlage hat eine acht Meter hohe Wassersäule. Über der Tauchsäule befindet sich eine Druckkammer. Dadurch können Drücke wie bei einer Wassertiefe von 50 Metern künstlich erzeugt werden, obwohl man tatsächlich nur acht Meter abtaucht.
Über der Tauchsäule befindet sich eine Druckkammer. Dadurch können Drücke wie bei einer Wassertiefe von 50 Metern künstlich erzeugt werden, obwohl man tatsächlich nur acht Meter abtaucht. In 35 Jahren ist in der Anlage kein einziger Tauchunfall passiert. Dennoch gibt es für einen solchen Fall Vorkehrungen. Denn angeschlossen an den Tauchturm ist auch eine Therapiekammer.
Bei einem Tauchunfall, also wenn der Taucher zu schnell aufsteigt, kann der Druckausgleich (Dekompression) gezielt und unter medizinischer Betreuung durchgeführt werden. Schwere Tauchunfälle sind zum Glück sehr selten. Die wichtigste Tauchregel, damit das so bleibt, lautet: Plane deinen Tauchgang und tauche deinen Plan.
Filmbeitrag: Britta Wulf
Infotext: Constanze Löffler
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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