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rbbonline | Archiv Fernsehen

Mit unserem neuen "Kummerkasten" bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihr Anliegen vorzustellen. Den Anfang macht Hans-Joachim Bäuml. Der Brandenburger hat ein Kunstherz, das in der Öffentlichkeit immer wieder zu Missverständnissen führt.
Das "Ersatzherz" unterstützt die Tätigkeit seines eigenen, schwachen Herzens. Die Technik dazu, z. B. den Akku und den Antriebsmotor, trägt er dazu in einer Tasche immer bei sich. Eine Herztransplantation kommt für ihn nicht in Frage, da sein Allgemeinzustand für diesen großen Eingriff zu schlecht ist. Er wird die Pumpe also bis an sein Lebensende behalten. Das Gerät ermöglicht ihm, einigermaßen normal zu leben. Nun möchte er erreichen, dass er nicht länger für großes Aufsehen sorgt, wenn er mit seinem Kunstherz unterwegs ist. Es habe sogar schon einmal an den Schläuchen des Gerätes gezogen. Zukünftig könnten uns mehr Menschen wie Hans-Joachim Bäuml begegnen, denn der Mangel an Spenderorganen hat dazu geführt, dass geradezu fieberhaft an der Weiterentwicklung von Kunstherzen gearbeitet wird. Längst gelten die störungsarmen, leisen und kleinen Systeme als akzeptiert und patientenfreundlich und werden in hoher Zahl bei Patienten im Zustand des fortgeschrittenen Herzversagens implantiert. Mit dieser Maßnahme rettet man viele Patienten vor dem Tod auf der Warteliste um ein Spenderorgan.
Andere Patienten, die aufgrund ihres Alters (über 80 Jahre) oder ihrer Vorerkrankungen kein Spenderorgan erhalten können, wird auf Lebensdauer ein Kunstherz implantiert, mit dem man ihnen Überleben und verbesserte Lebensqualität gewährleisten kann. Immerhin wurden im Jahr 2010 wurden am Deutschen Herzzentrum Berlin, das über das weltweit größte Kunstherz-Programm verfügt, nur 40 Spenderherzen transplantiert, aber 180 Kunstherzen implantiert.
Filmbeitrag: Britta Wulf
Infotext: Constanze Löffler
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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