Montage: Jogger, Essen, Stethoskop, Quelle: dpa

rbb PRAXIS Test

Lebe ich gesund?

Wie gehe ich mit meinem Körper um, esse ich das Richtige, bin ich ausreichend körperlich aktiv, nehme ich Vorsorge ernst, wo sind meine Schwachstellen, und was kann ich noch besser machen? Wer genauer wissen will, wie es um seine Gesundheit steht, kann sich hier selbst testen und sich ein wahres Bild von seinem Lebensstil machen.

Der Test ist auf der Grundlage der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse erstellt. Er wurde von Prof. Dr. med. Christian Löser, Facharzt für Innere Medizin, Sport- und Ernährungsmedizin und Chefarzt der Medizinischen Klinik im Roten Kreuz Krankenhaus Kassel, und Beate Wagner entwickelt. Er gibt einen Überblick, was in Sachen Prävention und gesunder Lebensführung heute wichtig ist. Checken Sie sich und holen Sie sich Anregungen für Ihre eigene Gesundheit!

Abstimmung

 1. Wie alt sind Sie? (Je älter, desto kränker: Das Alter gilt nach heutigen Erkenntnissen als ein unbeeinflussbarer Risikofaktor für z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall oder Diabetes, auch unabhängig von einer bestehenden Grunderkrankung. So erhöht sich beispielsweise das Schlaganfallrisiko nach dem 55. Lebensjahr alle zehn Jahre um etwa die Hälfte.)

Abstimmung

 2. Kommen in Ihrer Familie gehäuft Herz-Kreislauf- erkrankungen, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen vor? (Je mehr Angehörige Ihrer Familie unter häufigen Krankheiten wie Herzinfarkt, Zucker oder Bluthochdruck oder auch Tumorerkrankungen leiden, desto größer ist Ihr eigenes Risiko!)

Abstimmung

 3. Haben Sie selbst eine Vorerkrankung wie z. B. Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörung? (Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ 2 und Fettstoffwechselstörungen (hohes LDL-Cholesterin oder Triglyceride und niedriges HDL-Cholesterin) zählen zusammen mit einem großen Taillen-Hüft-Verhältnis (als Maß für das Fett im Bauchbereich) zu den Pfeilern des so genannten Metabolischen Syndroms. Das manchmal auch als "tödliches Quartett" bezeichnete in unserer Gesellschaft weit verbreitete Syndrom wird heute als der entscheidende Risikofaktor für koronare Herzkrankheiten angesehen.)

Abstimmung

 4. Berechnen Sie Ihren Aktuellen Body Mass Index. (Als Maß für das Körpergewicht gilt der Body-Mass-Index (BMI): BMI = Körpergewicht in kg : Körpergröße in m². Liegt er zwischen 20-25 kg/m², ist man normalgewichtig, die Spanne zwischen 25-30 steht für Übergewicht, ab 30 spricht man von Adipositas (Fettsucht). Aus ärztlicher Sicht ist heute eigentlich der Taillen-Hüftquotient (waste to hip ratio) die entscheidende Maßeinheit. Sie misst die Verteilung des Körperfettes, das auch bei der Entstehung von Stoffwechsel- und Herz-Kreislauferkrankungen eine entscheidende Rolle spielt. Hier ist das Fett im Bauchraum von zentraler Bedeutung. Da es jedoch gar nicht so einfach ist, an den richtigen Stellen zu messen, ist der BMI zumindest für Laien eine gute Alternative.)

Abstimmung

 5. Wie hat sich Ihr Körpergewicht in den letzten zehn Jahren verändert? (Übergewicht macht krank: Diabetes, Bluthochdruck und Gefäßverkalkungen. Auch die Gelenke und das gesamte Knochengerüst leiden unter den Pfunden. Und schön ist es auch nicht. Die Ursache? Ist simpel: Wenn Sie mehr Energie aufnehmen, als Sie verbrauchen, legen Sie zu. Energiebilanz heißt das Zauberwort. Achten Sie auf Ihre Energiebilanz. Kalorienzählen müssen Sie dazu nicht, behalten Sie aber Ihre Feinde im Blick: fettes Fleisch, Wurst, fetten Käse, Pizza und Soft Drinks. Seien Sie vorsichtig mit Fertiggerichten: Manche enthalten Unmengen versteckter Fette und Zucker.)

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 * 6. Wie ist Ihr Blutdruck? (Info zur 6., 7. und 8. Frage: Unser Alter und die genetische Voraussetzungen können wir nicht beeinflussen, wohl aber dafür sorgen, dass außerdem nicht auch noch der Blutdruck, die Blutfette oder der Blutzucker erhöht sind und das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhen.)

Abstimmung

 * 7. Wie ist Ihr Blutzucker?

Abstimmung

 * 8. Wie sind Ihre Blutfette?

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 9. Rauchen Sie? (Rauchen gehört zu den wichtigsten vermeidbaren Ursachen für kardiovaskuläre Erkrankung und Tod. Zwei Drittel aller Fälle von plötzlichem Herztod ereignen sich bei inhalierenden Zigarettenrauchern. Das Risiko für den Koronartod ist bei Rauchern im Vergleich zu Nichtrauchern mindestens doppelt so hoch und Rauchen geht auch mit einer mehr als 50 Prozent erhöhten Wahrscheinlichkeit für einen Schlaganfall einher. Die gute Nachricht: Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören, sinkt das Risiko nach einigen Jahren wieder auf das Niveau eines Nichtrauchers.)

Abstimmung

 10. Wie viel Alkohol trinken Sie? (Infos zur 10. Frage: Laut aktueller Studienlage kann ein moderater Alkoholkonsum (z. B. ein Glas Rotwein pro Tag) das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen signifikant verringern. Dennoch sei davor gewarnt, täglich Alkohol zu trinken, denn die Grenzen zur Sucht sind individuell unterschiedlich und haben keineswegs nur mit der Menge zu tun. Zudem führt Alkohol im Übermaß zu Abhängigkeit (Alkohol ist eine Droge), Leberzirrhose, Krebsentstehung, hormonellen Störungen, Übergewicht etc.

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 11. Wie viele Portionen Obst oder Gemüse essen Sie pro Tag? (Eine Portion = eine Handvoll Obst oder Gemüse bzw. ein Glas Traubensaft. Infos zur 11., 12. und 13. Frage: Obst und Gemüse versorgen Sie mit Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen, Sekundären Pflanzenstoffen, etc. Das braucht Ihr Körper, um auf Dauer gesund und leistungsfähig zu bleiben. Fünfmal am Tag, so heißt die Regel. Das schreckt verständlicherweise ab. Fünf Salate? Fünf mal gekochtes Gemüse? Fünf Äpfel? Das klingt nach viel zu viel. Aber auch ein Glas Orangensaft zählt bereits, eine rohe Möhre, eine Handvoll Kirschen, ein Esslöffel Trockenobst. Damit die Mischung stimmt, essen Sie bunt: täglich etwas Grünes, etwas Rotes und eine Zitrusfrucht. Obst und Gemüse ist das Beste, was wir für unsere Gesundheit tun können.)

Abstimmung

 12. Wie oft essen Sie Müsli, Vollkornprodukte und Schwarzbrot?

Abstimmung

 13. Wie oft essen und trinken Sie Fastfood und/ oder Softdrinks?

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 14. Wie wichtig ist Ihnen ein gesunder Ernährungsstil: Informieren Sie sich in Büchern, Broschüren oder Fortbildungen? (Infos zur 14. und 20. Frage: Eigentlich sollte es heute kein Problem sein, sich sachgerechte Informationen über gesunde Ernährung und einen gesundheitsfördernden Lebensstil zu besorgen: Überall werden zu diesem Thema Bücher, Broschüren und Fortbildungsveranstaltungen angeboten und die einschlägigen Fachgesellschaften informieren ausführlich über ihre Webseiten im Internet. Aber: Wir wissen, dass Informationen allein nicht ausreichen; wichtig ist, dass sich jeder einzelne bewusst und offen damit auseinandersetzt und Informationen Ziel führend auch in eigene Motivation umsetzen kann. Nehmen Sie sich öfter einmal Zeit, über sich und Ihren Lebens-/Ernährungsstil nachzudenken, persönliche Problemstellen aufzuspüren und in einzelnen Schritten in konkrete Handlungsweisen umzusetzen. 75 Prozent aller Erkrankungen in westlichen Ländern sind letztlich lebensstil- und ernährungsinduziert! Dazu gehören auch die meisten Krebserkrankungen.)

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 15. Wie oft gehen Sie zum Hausarzt zum Gesundheitscheck? (Infos zur 15. und 16. Frage: Ein Arztbesuch ist ein Akt der Vernunft: Er erspart Ihnen die Grübelei, ob die Schwellung am Hals, das Ziehen im Magen, etwas Ernstes ist. Und erhöht Ihre Chancen, dass die Malesse, wenn nötig, schnell und problemlos kuriert werden kann.)

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 * 16. Nehmen Sie die kostenlosen Vorsorge- untersuchungen wahr? (Krebsvorsorge etc.)

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 17. Wie aktiv sind Sie körperlich im Alltag/ Beruf? (z.B. Treppe statt Fahrstuhl, mit dem Fahrrad statt Auto zur Arbeit oder Kollegen nebenan besuchen statt anzurufen). Infos zur 17. und 18. Frage: Was Forscher in den vergangenen Jahren über den gesundheitlichen Wert von Sport herausgefunden haben, ist umwerfend: Wer sich täglich ausreichend bewegt, mindert sein Risiko für Diabetes, Schlaganfall, Krebs, Herz- und Gefäßerkrankungen, Osteoporose, Depression gewaltig. Laut einer Studie der amerikanischen Duke University wischt sie Missmut und Kummer so zuverlässig fort wie ein täglicher geschluckter Stimmungsaufheller. Und nicht nur das: Bewegung baut Stress ab. Sie werden leistungsfähiger, flexibler und fitter. Und dabei muss es nicht immer der große Waldlauf oder der Halbmarathon sein, der sie fit hält: Wie jüngst Studien belegten, vermag auch schon die regelmäßige Bewegung im Alltag das Krebsrisiko um 25 Prozent zu senken. Nehmen Sie also lieber die Treppe statt den Fahrstuhl und besuchen Sie Ihren Kollegen im Nebenzimmer, als ihn alle naselang anzurufen.

Abstimmung

 18. Wie oft treiben Sie in Ihrer Freizeit Sport/ sind Sie körperlich aktiv?

Abstimmung

 19. Haben Sie eigene Hilfsmittel, um zu entspannen/ Stress abzubauen? (z.B. Yoga, Meditation, Musizieren, Lesen etc.) Infos zur 19. Frage: Stress gehört zu unserem Leben, er ist keine Krankheit. Die Symptome sind zwar von Mensch zu Mensch unterschiedlich, dies aber sind die häufigsten: Dauermüdigkeit, Konzentrationsschwäche, Reizbarkeit und Introvertiertheit. Viel Arbeit bedeutet viel Stress, diese Gleichung stimmt nicht, denn erst mangelnde Handlungsspielräume oder auch Unterforderung sorgen für Stress. Außerdem hat Stress sein negatives Image nicht ganz verdient, denn er kann leistungssteigernd wirken. Wichtig ist, Stress der als negativ empfunden wird, positive Erlebnisse entgegen zu setzen: Sport treiben, Musik machen oder Gespräche mit Kollegen. Kurios: Laut einer Umfrage des Allensbach-Institutes schützt auch Glaube vor dem Gefühl, gestresst zu sein.

Abstimmung

 20. Reflektieren Sie über Ihren eigenen Lebensstil/ Ihr gesundheitsbewusstes Verhalten?

Abstimmung

 21. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer privaten und beruflichen Lebenssituation? (Beziehung, Familie, Sexualität, Arbeitbedingungen, Finanzielles, etc?) Infos zur 21. Frage: Lebenszufriedenheit ist der Schlüssel auch zu Gesundheit. Neben Erfolg im Job, Familie und finanzieller Sicherheit halten vor allem auch Freunde glücklich und gesund. Laut einer Studie der Universität von Adelaide führen Menschen mit guten Freunden sogar ein längeres und gesünderes Leben. Deshalb: Nehmen Sie sich Zeit, um mit Ihren Freunden etwas zu unternehmen, auch wenn sie in einer Partnerschaft leben. Die Beziehung, egal wie gut sie funktioniert, ersetzt nicht den Freundeskreis. Und nicht zu vergessen gehört natürlich auch Sex dazu. Es regt das Immunsystem an, beugt Herzerkrankungen vor und macht Spaß. Beim Sex schütten wir Hormone aus, die glücklich machen, Schmerzen vergessen lassen, Stress abbauen. Kennen Sie eine angenehmere Art, etwas für Ihre Gesundheit zu tun?

Auswertung

So erfahren Sie, wie es um Ihre Gesundheit steht: Überprüfen Sie, wie viele Fragen Sie mit A, B oder C beantwortet haben. Was haben Sie angekreuzt?

* Wenn Sie bei einer oder mehreren Fragen mit Sternchen C angekreuzt haben, sollten Sie, sofern Sie noch nicht in ärztlicher Behandlung sind, bald möglichst Kontakt zu Ihrem Arzt aufnehmen.

Überwiegend A
Sie leben ein aktives und bewusstes Leben, legen auf einen gesunden Lebensstil Wert und setzen sich aktiv mit Fragen zu ihrer Gesundheit und Ernährung auseinander. Weiter so!

Überwiegend B
Sie haben sich zwar schon mit Fragen zur Gesundheit und Prävention beschäftigt, es gibt aber durchaus noch Lücken zu stopfen. Mit ein paar mehr gezielten Informationen und guten Tipps z.B. von Ihrem Hausarzt können Sie Ihren Lebensstil noch verbessern und gesundheitsbewusster leben. Sie sind auf dem richtigen Weg!

Überwiegend C
Die Ampel steht auf rot! Es ist höchste Eisenbahn, dass Sie sich um Ihre eigene Gesundheit kümmern. Sie haben momentan ein deutlich erhöhtes Risiko, ernsthaft krank zu werden, daher raffen Sie sich auf und suchen Sie ihren Arzt auf, um eine Strategie zu besprechen. Starten Sie jetzt mit Motivation in ein gesundes Leben, es ist Ihr eigenes!