Loge der Deutschen Krebshilfe [DKH]

rbb PRAXIS News vom 03.07.2013 - Krebshilfe förderte 161 Projekte

Die Deutsche Krebshilfe hat im vergangenen Jahr 76,5 Millionen Euro ausgegeben, die in 161 Projekte flossen. Zu den Förderschwerpunkten gehörte die Früherkennung und Therapie bei Prostatakrebs. Am Mittwoch wurde der Geschäftsbericht 2012 vorgestellt.

Prostata-Krebs ist "mit Abstand die häufigste Krebserkrankung des Mannes", sagte der Homburger Urologie-Professor Michael Stöckle. Für die Früherkennung und Therapie seien im vergangenen Jahr 15,5 Millionen Euro ausgegeben worden. Unter anderem fördere die Krebshilfe derzeit eine Vergleichsstudie über verschiedene Behandlungsstrategien bei Frühformen von Prostatakrebs.

Die Forschungsförderung wurde laut Geschäftsbericht mit 19,4 Millionen Euro unterstützt, 6,3 Millionen Euro flossen in Krebs-Therapiestudien und 4,3 Millionen Euro in einen Härtefonds für Krebspatienten. Für die wissenschaftliche Nachwuchsförderung wurden 4,1 Millionen Euro ausgegeben. Die Kosten für Verwaltung und Spendeneinwerbung sowie sonstige Kosten beliefen sich den Angaben zufolge auf 12,3 Prozent.

Trotz Finanzkrise und niedrigem Zinsniveau habe die gemeinnützige Organisation gegenüber 2011 rund 1,2 Millionen mehr Geld eingenommen: insgesamt 89,4 Millionen Euro.  Knapp die Hälfte (43 Prozent) stammten dabei aus Erbschaften und Vermächtnissen, sagte der Vorstandsvorsitzende Krämer. Ein weiteres Viertel der Einnahmen (26,5 Prozent) kam von Einzelspendern und Unternehmen. 

490.000 Neuerkrankungen pro Jahr

Bundesweit gibt es dezeit rund 1,5 Millionen Krebspatienten. Aktuell wird von rund 490.000 Neuerkrankungen jährlich ausgegangen, so viel wie im vergangenen Jahr. Etwa die Hälfte der Patienten werde wieder gesund oder könne über einen längeren Zeitraum mit der Krankheit leben, betonte der Vorstandsvorsitzende Krämer.

Die Deutsche Krebshilfe finanziert ihre Aktivitäten ausschließlich aus Spenden und freiwilligen Zuwendungen. Öffentliche Mittel stehen ihr nach eigenen Angaben nicht zur Verfügung.

Quelle: epd, afp

Service

Deutsche Krebshilfe e.V.

Buschstr. 32
53113 Bonn
Telefon: 02 28/7 29 90–0

WEITERE BEITRÄGE

Mikroskopische Aufnahme eines Karzinoms im Bereich des Gebärmutterhalses, Quelle: dpa bild REPORT

Dossier: Krebs

Wen die traurige Diagnose Krebs erreicht, der hat viele Fragen. Die rbb PRAXIS versucht Ihnen ein paar Antworten zu geben - von der Vorsorge über die Behandlung bis zum Umgang mit Krebs, auch bei Angehörigen.