Zigaretten ragen aus einer Schachtel (Bild: dpa)

rbb Praxis News vom 08.10.2013 - EU-Parlament stimmt für strengere Auflagen für Tabakprodukte

Künftig werden 65 Prozent der Verpackungsfläche von Zigaretten mit Schockbildern wie verfaulten Füßen und schwarzen Raucherlungen bedeckt sein. Das Europaparlament stimmte am Dienstag einer entsprechenden Neuregelung mit sehr großer Mehrheit zu.

Vor allem junge Menschen sollen durch mehr Warnhinweise auf den Zigarettenpäckchen abgeschreckt werden mit dem Rauchen anzufangen. Unter anderem sind dafür Schockbilder auf den Zigaretten-Packungen in der EU vorgesehen.

Die neue Richtlinie sieht auch eine strengere Regelung der Aroma- und Zusatzstoffe in Zigaretten vor. Das bedeutet zukünftig auch das Aus für Mentholzigaretten. Diese sowie andere Geschmacksrichtungen sollen ab 2022 verboten werden.

Auch für die sogenannten E-Zigaretten, die eine nikotinhaltige Flüssigkeit verdampfen, sind strengere Auflagen geplant. Beispielsweise sollen die Hersteller verpflichtet werden, den Inhalt der Flüssigkeit offenzulegen.

Bereits Ende Juni einigten sich die Gesundheitsminister auf schärfere Regeln für Tabakprodukte. Nun werden Unterhändler des Parlaments mit Vertretern der Mitgliedstaaten über noch strittige Details verhandeln. Nach der Verabschiedung haben die Regierungen zwei Jahre Zeit, um die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Mit einem Inkrafttreten der Neuregelung ist daher nicht vor 2016 zu rechnen.



Quellen: AFP/dpa/AP