
rbb Praxis News vom 19.02.2014 -
In Sachen Ärzteausbildung setzt Brandenburg setzt weiter auf die Universitätsmedizin der Charité in Berlin. Nach Angaben der Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) sind die Kooperationsverträge mit den bislang elf akademischen Lehrkrankenhäusern in Brandenburg jetzt erneuert worden.
Dort absolvieren derzeit rund 100 Studierende der Charité ihr Praktisches Jahr (PJ). Zwölftes märkisches Lehrkrankenhaus könnte die Nauener Klinik werden, sagte Charité-Chef Max Einhäupl.
An der Charité beginnen jedes Jahr rund 600 bis 700 Studierende das PJ. Brandenburgs Universitäten bieten kein Humanmedizin-Studium an. Auch mit den 34 akademischen Lehrkrankenhäusern in Berlin seien neue Verträge abgeschlossen worden, betonte Einhäupl. Zugleich warnte er vor der Gründung einer eigenen Universitätsmedizin in Brandenburg, da ein solch umfangreicher Forschungsbereich Landesmittel in Millionenhöhe erfordere. Eine eigene Universitätsmedizin trage auch nicht zum Abbau des Ärztemangels bei, betonte der Charité-Chef. Dies sei durch Beispiele aus anderen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt belegt.
Die Berliner Charité arbeitet in Brandenburg mit akademischen Lehrkrankenhäusern unter anderem in Potsdam, Cottbus, Brandenburg an der Havel, Oranienburg, Frankfurt an der Oder, Eberswalde, Ludwigsfelde und Neuruppin zusammen.
Quelle: epd

