
rbb PRAXIS News vom 03.07.2013 -
Zwei HIV-Patienten haben nach einer Knochenmarktransplantation keine nachweisbaren Aids-Erreger mehr in ihren Blutzellen. Bei beiden wurden die Aids-Medikamente abgesetzt, berichteten US-Mediziner aus Boston am Mittwoch auf der Internationalen Aidskonferenz in Kuala Lumpur.
Der eine habe seit sieben, der andere seit 15 Wochen keine Aids-Medikamente mehr genommen, so die Forscher. Diese Ergebnisse seien aufregend, bedeuteten aber noch nicht die Heilung der beiden Männer. Erst nach einem Jahr könne gesagt werden, was die Therapie wirklich bewirkt habe. Die Viren könnten unter anderem noch im Gehirn oder im Verdauungstrakt schlummern. Die Transplantationen liegen den Angaben zufolge jeweils schon mehrere Monate zurück, die Aidsmedikamente wurden aber erst vor Wochen abgesetzt.
Weltweit Aufsehen erregt hatte im Jahr 2008 ein Patient in Berlin, bei dem die Zahl der Aidsviren nach einer Knochenmarktransplantation ebenfalls unter die Nachweisgrenze gesunken war. Er hatte die Knochenmarkspende im Rahmen einer Blutkrebstherapie erhalten. Von einer Aids-Heilung wollten die Ärzte damals aber auch nicht sprechen. Eine Knochenmarkttransplantation sei auch keine generelle Therapieoption gegen Aids, sagte der damals behandelnde Arzt Gero Hütter. Die Transplantation sei mit einem zu hohen Risiko belastet.
Quelle: dpa
Weltweit Aufsehen erregt hatte im Jahr 2008 ein Patient in Berlin, bei dem die Zahl der Aidsviren nach einer Knochenmarktransplantation ebenfalls unter die Nachweisgrenze gesunken war. Er hatte die Knochenmarkspende im Rahmen einer Blutkrebstherapie erhalten. Von einer Aids-Heilung wollten die Ärzte damals aber auch nicht sprechen. Eine Knochenmarkttransplantation sei auch keine generelle Therapieoption gegen Aids, sagte der damals behandelnde Arzt Gero Hütter. Die Transplantation sei mit einem zu hohen Risiko belastet.
Quelle: dpa


