
rbb Praxis News vom 05.09.2013 -
Immer mehr Menschen fallen wegen psychischer Erkrankungen in der Arbeitswelt aus. Arbeitgeber und Gewerkschaften wollen nun gemeinsam gegen Stress und Burnout bei der Arbeit vorgehen.
Psychische Erkrankungen verursachen inzwischen rund 13 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage. Auch sind sie mittlerweile der häufigste Grund, weshalb Arbeitnehmer in Frührente gehen. Hinzu kommt der damit verbundene volkswirtschaftliche Schaden: Auf knapp 29 Milliarden Euro schätzt das Statistische Bundesamt nach letzten Zahlen die Krankheitskosten von psychischen Erkrankungen.
Angesichts dessen wollen Politik, Arbeitgeber und Gewerkschaft gegen Stress und Burnout am Arbeitsplatz vorgehen. In einer gemeinsamen Erklärung verständigten sich das Bundesarbeitsministerium, die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auf einen verbesserten Arbeits- und Gesundheitsschutz. Ziel sei es, Methoden und Wege zu erarbeiten um "die Widerstandsfähigkeit gegen Stress und Burnout zu stärken", erklärte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU).
Dazu soll in erster Linie auch mehr zur Vorbeugung von psychischen Erkrankungen getan sowie die Wiedereingliederung von erkrankten Beschäftigten verbessert werden. Betriebe und öffentliche Verwaltungen sollen zum Beispiel künftig verpflichtet werden herauszufinden, wo eine Gesundheitsgefährdung besteht und wie der Schutz etwa durch eine Umgestaltung des Arbeitsplatzes verbessert werden kann.
Quelle: AFP

