
rbb Praxis News vom 25.03.2014 -
Das EU-Schnellwarnsystem für gefährliche Produkte hat einen neuen Rekord an Warnmeldungen verzeichnet: 2364 Mal wurde der so genannte Rapex-Mechanismus im vergangenen Jahr aktiviert, um vor Risiken für Leben, Gesundheit und Umwelt zu warnen, wie die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel erklärte.
Das war ein Anstieg von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei hätten 1981 Meldungen ein "ernsthafte Risiko" bedeutet, fügte die Behörde hinzu. Bekleidung, Textilien und andere Modeartikel auf der einen und Spielzeug auf der anderen Seite waren die wichtigsten Warengruppen. Sie machten jeweils 25 Prozent aller Meldungen aus, erläuterte die Kommission. Danach folgen mit Abstand Elektrogeräte (neun Prozent), Autos (sieben Prozent) und Kosmetika (vier Prozent).
Chemische Risiken, Erdrosselung, Ersticken und Verletzungen - das sind die am häufigsten genannten Gefahren im Zusammenhang mit den Produkten. Der Großteil der Waren kam wie in den Vorjahren aus China: 64 Prozent der Warnmeldungen bezogen sich auf Waren aus dem Land, das allerdings auch insgesamt einer der wichtigsten Handelspartner Europas ist.
15 Prozent der Meldungen betrafen Güter aus anderen Länder der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraums. In Deutschland gab es laut Kommission vergangenes Jahr 259 Meldungen - die zweitgrößte Zahl nach Ungarn.
Quelle: dpa

