
rbb Praxis News vom 07.04.2014 -
Mindestens einmal im Monat betrinkt sich fast jeder fünfte Jugendliche in Deutschland. Die Bundesdrogenbauftragte spricht von einem erheblichen Gesundheitsrisiko bis hin zur Lebensgefahr.
Der Anteil bei den Zwölf- bis 17-Jährigen sank binnen zwei Jahren nur leicht von 18,2 auf zuletzt 17,4 Prozent. Bei den 16- und 17-jährigen Jungen ist der Anteil mit 43,9 Prozent sogar mehr als doppelt so hoch. Das geht aus einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hervor, die in Berlin vorgestellt wurde.
Die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) sprach von einem erheblichen Gesundheitsrisiko bis hin zu zur Lebensgefahr. Im vergangenen Jahr seien zudem mehr als 26.000 Mal Jugendliche mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt worden.
Doch auch eine positive Nachricht bringt die Studie der BZgA mit sich: Immer mehr Teenager verzichten ganz auf Alkohol. 30 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen gaben 2012 an, noch nie in ihrem Leben getrunken zu haben, wie BZgA-Direktorin Elisabeth Pott betonte. Zehn Jahre zuvor lag der Anteil lediglich bei 13 Prozent. Pott sprach von einer "positiven Entwicklung" ähnlich wie bei den jugendlichen Rauchern, deren Anteil ebenfalls deutlich gesunken ist.
Quelle: dpa/AFP

