
rbb Praxis News vom 13.03.2014 -
Forscher von der Universität in Chicago haben ein Gen ausgemacht, das sehr wahrscheinlich die Körpermasse kontrolliert und den Körperaufbau reguliert. Die Erkenntnis könnte einen Ansatz für Medikamente gegen die Fettleibigkeit bieten.
In den Untersuchungen der Forscher stellte sich heraus, dass Mäuse ohne das Gen IRX3, das in ähnlicher Form auch beim Menschen vorkommt, fast ein Drittel weniger Gewicht hatten als Nager mit dem Gen. Nach Angaben von Forschungsleiter Marcelo Nobrega von der US-Universität von Chicago deuten die Ergebnisse der Untersuchung "stark" darauf hin, dass das Gen "IRX3 die Körpermasse kontrolliert und den Körperaufbau reguliert". Dies ergibt sich vermutlich aus der Regulierung des Stoffwechsels.
Die Wissenschaftler untersuchten für ihre Studie Mäuse und Zebrafische und menschliche Hirnzellen. Dabei entwickelten sie Mäuse ohne das IRX3-Gen, die rund 30 Prozent weniger wogen als ihre Artgenossen, obwohl sie dieselbe Nahrung aufnahmen und sich genauso bewegten. Laut Nobrega waren sie "dünn, widerstandsfähig gegen Fettleibigkeit und Diabetes und verbrannten Energie effizienter".
Nun sei das Ziel, herauszufinden, welche Zellfunktionen durch das Gen verändert werden und wie Medikamente einen Effekt entfalten könnten, die Entwicklung von Fettleibigkeit zu blockieren.
Die Studie ist im Fachmagazin "Nature" veröffentlicht worden.
Quelle: AFP

