Möhrenbrei im Gläschen, darauf Löffel mit Brei, Quelle: dpa

rbb Praxis News vom 16.09.2013 - Giftiges Benzol in Lebensmitteln

Der Nahrungsergänzungssaft "Sanostol" sowie Karottensäfte und Karotten-Babygläschen namhafter Markenprodukte enthalten den giftigen Stoff Benzol. Das ergaben Untersuchungen im Auftrag des NDR Verbraucher- und Wirtschaftsmagazins "Markt". Benzol kann nachweislich Krebs auslösen.

"Benzol ist nachweislich eine krebserzeugende Verbindung, die bereits in äußerst niedriger Konzentration Krebs machen kann, beispielsweise eine Leukämie. Für solche Stoffe, die keine Grenzwerte haben, die keine Toleranzwerte haben, gilt das Minimierungsgebot",
warnt der Toxikologe Dr. Hermann Kruse.

Auf der Zutatenliste von "Sanostol" steht der Konservierungsstoff Natriumbenzoat. Er steht im Verdacht, das giftige Benzol zu bilden. Hersteller können nur freiwillig auf diesen Stoff verzichten, ein Verbot gibt es nicht. Grundvoraussetzung für Zusatzstoffe ist, dass sie gesundheitlich unbedenklich sind", kritisiert die Verbraucherschützerin Regina Aschmann. 

Doch Benzol entsteht nicht nur durch den Konservierungsstoff Natriumbenzoat. Auch in erhitzen Karottenprodukten ist oft Benzol zu finden. Das von "Markt" beauftragte Labor findet Benzol auch im Möhrensaft von Schneekoppe und im "Biosaft Reine Karotte" von HIPP, ebenso in Karottenbrei-Babygläschen von sieben verschiedenen Herstellern.

Die Ursache: Karottensaft und Karottenbrei werden industriell erhitzt. Aus Vorstufen der Karotte entsteht Benzol.

Quelle: NDR

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