
rbb Praxis News vom 17.01.2013 -
In Berlin ist am Freitagmorgen die Grüne Woche für Besucher eröffnet worden. 1650 Aussteller aus 70 Ländern präsentieren sich auf der weltgrößten Messe für Agrar- und Ernährungswirtschaft. Bundesagrarminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sprach von einer hervorragenden Gelegenheit, Produkte von guter Qualität vorzustellen. Zugleich gab es Kritik an der Massentierhaltung.
Der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Anton Hofreiter, warnte vor einer weiteren Industrialisierung der Landwirtschaft. "Wir müssen weg von nicht artgerechter Massentierhaltung und unkontrollierter Gentechnik", sagte Hofreiter der Nachrichtenagentur dpa. An diesem Samstag erwarten Umwelt-, Tierschutz- und Kleinbauernverbände sowie kirchliche Einrichtungen am Rande der Messe 20.000 Demonstranten gegen Großställe, massenhaften Antibiotika-Einsatz und den geplanten Freihandel.
Wowereit wies beim Messeauftakt auf den nötigen Verbraucherschutz und die Sicherung der Welternährung hin. Sie ist in Berlin ein zentrales Thema bei einem Treffen von Agrarministern und Regierungsvertretern aus mehr als 70 Ländern an diesem Samstag parallel zur Messe.
"BIO" live in der Bio-Halle
Neben den Diskussionen wird auf der Grünen Woche aber auch geschlemmt: Auf der Bühne der Bio-Halle (Halle 1.2b) werden zum Beispiel Probieraktionen mit regionalen Spezialitäten zum Kennenlernen oder Zubereitungstipps für Smoothies vom Bio-Koch Dr. Harald Hoppe präsentiert. Für Schulklassen werden zudem Vorführ- und Mitmachaktionen zu Themen wie "Boden" und "Bienen" angeboten.
Brandenburg setzt auf Innovationen
Die Brandenburger Aussteller (Halle 21a) bringen vor allem Neuheiten mit auf die Grüne Woche: Vom Bio-Wirsingkohlbrot, über Schwarzbierlikör bis hin zum Rosenblüten-Balsamessig. An insgesamt 77 Marktständen, in den beiden Hallen-Gaststätten, auf der Bühne sowie in einem Kochstudio wird den Besuchern ein Programm geboten. Insgesamt sind 200 Aussteller während der Messe in der Brandenburg-Halle vertreten.
Quellen: dpa/Messe Berlin



