FSME-Impfstoff (Quelle: rbb)

rbb Praxis News vom 02.04.2014 - Grünes Kreuz rät zur FSME-Zeckenimpfung

Durch die milden Temperaturen hatten die Zecken in diesem Winter nichts auszustehen, weshalb die Zeckensaison bereits in vollem Gange ist. Experten raten zur FSME-Impfung, die eine von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis verhindern kann.

Hinsichtlich der bundesweit hohen Zahl von Hirnhauterkrankungen nach Zeckenstichen im vergangenen Jahr, rät Jochen Süss vom Zecken-Informationszentrum Lippersdorf zu einem besseren Impfschutz. Besonders in Risikogebieten wie Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen bestehe im Freien für Ungeimpfte Gefahr.

Dem Robert Koch-Institut zufolge wurden für 2013 bisher 420 Fälle der durch Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) registriert. Von 1990 bis 2012 wurden in Europa - ohne Russland - 65 572 Fälle von FSME bekannt. 241 Risikogebiete waren 2013 in Deutschland ausgewiesen, 1998 waren es 63.

Beim Stich könne alles zu spät sein, sagte der Neurologe Andreas Steinbrecher vom Helios Krankenhaus Erfurt. Das FSME-Virus werde sofort übertragen - im Gegensatz zur Borreliose, bei der das Bakterium erst nach Stunden vom Darm des Wirtstieres in die Blutbahn des Menschen gelange. Auch deshalb sollten Zecken sofort entfernt werden. Bei der viel häufiger auftretenden Borreliose gibt es keinen Impfschutz, jedoch Medikamente nach einer Infektion. Allerdings trägt nicht jede Zecke das Virus oder das Bakterium in sich.


Quelle: dpa

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