Ein Mann im Arztkittel zählt Geldscheine (Bild: dpa)

rbb PRAXIS News vom 16.08.2013 - Niedergelassene Ärzte steigern Erträge

Die Einnahmen niedergelassener Ärzte in Deutschland sind in den vergangenen vier Jahren kräftig gestiegen. Eine Arztpraxis erwirtschaftete 2011 druchschnittlich rund 21 Prozent mehr Gewinn als 2007. Am meisten verdienten Augenärzte und Neurologen dazu.

Augenärzte und Neurologen konnten zwischen 2007 und 2011 ihre Reinerträge am meisten steigern - um 35 Prozent. Die insgesamt höchsten Reinerträge erzielen laut Statistischem Bundesamt nach wie vor Radiologen und Nuklearmediziner: 2011 verdienten sie vor Steuern und Sozialabgaben etwa 25.250 Euro im Monat.

Insgesamt profitierten bei den niergelassenen Ärzten alle Fachrichtungen und erwirtschafteten mehr Geld, als noch 2007. Wie groß der Zugewinn war hing allerdings nicht nur von der Spezialisierung der Ärzte ab, sondern auch von der Lage der Praxis. So verdienten niedergelassene Ärzte im Osten mit durchschnittlich 339.000 Euro auch 2011 deutlich weniger als ihre Kollegen im Westen mit 516.000 Euro.

Mehr Privatpatienten in den Praxen

Wie die Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen, hängt das Mehr an Einnahmen auch mit einem Mehr an behandelten Privatpatienten zusammen. Seit der letzten Erhebung der Statistiker haben sich die Einnahmen der Neidergelassenen durch Privatpatienten und sonstige selbstständige Tätigkeit um etwa 32 Prozent erhöht. Pro Jahr verdienen die Ärzte so rund 152.000 Euro brutto.

 

Quelle: dpa / AFP