Patient liegt auf einer Couch und wird von seinem Therapeuten behandelt (Quelle: rbb)

rbb Praxis News vom 27.11.2013 - Kongress über psychische Erkrankungen in Berlin

Etwa 10.000 Wissenschaftler, Ärzte und Therapeuten werden ab Donnerstag zum jährlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde in Berlin erwartet.

Mit dem Leitthema "Von der Therapie zur Prävention" rückt die Fachgesellschaft in diesem Jahr ein hochaktuelles Thema in den Vordergrund. Psychische Erkrankungen neigen im hohen Maß zu Chronifizierung und wiederkehrenden Krankheitsepisoden. Sie gehören zu den Erkrankungen, welche die Betroffenen ganz besonders in ihrer Lebensgestaltung beinträchtigen.

Mit 40 Millionen Arbeitsunfähigkeitstagen stehen sie nicht nur auf Platz zwei bei den Krankschreibungen, sie sind auch der häufigste Grund für Frühberentungen. Deshalb kommt der Früherkennung und -intervention eine immer größere Bedeutung zu. Mit über 650 Einzelveranstaltungen und mehr als 1.600 Referenten bleibt der DGPPN Kongress Europas größte Fachtagung im Bereich der psychischen Erkrankungen.

Mit einer Reihe von speziell konzipierten Veranstaltungen wendet sich die DGPPN auch an das breite Publikum. Mit Schülern, Eltern und Lehrern soll z.B. diskutiert werden, ab welchem Punkt die Nutzung von Internet, sozialen Medien und Computerspielen nicht mehr gesund ist. Eine weitere öffentliche Veranstaltung geht der Frage nach, wie man sich am besten vor psychischen Erkrankungen schützen kann.

Quelle: DGPPN