Frau hält sich den Rücken. Quelle: imago

rbb Praxis News vom 17.12.2013 - Krankheitstage meistens durch Rückenschmerzen bedingt

Rückenschmerzen sind der häufigste Grund sich krank zu melden. Das ergab eine Untersuchung der BKK, die Daten von insgesamt 4,8 Millionen Mitgliedern ausgewertet hat. Am zweithäufigsten fehlen Arbeitnehmer wegen psychischer Erkrankungen.

Seit 2005 sind die Fehlzeiten wegen Muskel- und Skeletterkrankungen um fast ein Drittel gestiegen, wie aus dem BKK-Gesundheitsreport hervorgeht. An zweiter Stelle der häufigsten Gründe für krankheitsbedingte Fehltage stehen psychische Erkrankungen, gefolgt von Atemwegserkrankungen.

Mit über einem Viertel (26,5 Prozent) waren im vergangenen Jahr Muskel- und
Skeletterkrankungen der häufigste Grund für die Arbeitsunfähigkeit der Kassenmitglieder. Fast jeder zweite klagte dabei über Beschwerden am Rücken und an der Wirbelsäule. "Obwohl die körperlichen Belastungen der Arbeitnehmer kontinuierlich abgenommen haben, bleibt der Rückenschmerz das Volksleiden Nummer eins", schreibt die BKK.

Wie viele Menschen davon betroffen sind, zeigt, dass Rückenschmerzen rund 44 Prozent der gesamten Arbeitsunfähigkeitstage verursachen, obgleich nur relativ wenige dabei länger als sechs Wochen ausfallen (4,3 Prozent).

Am häufigsten sind es Beschäftigte bei den Postdiensten, die aufgrund von Muskel- und Skeletterkrankungen ausfallen. Am zweithäufigsten sind Mitarbeiter aus der Abfallentsorgung, gefolgt von Arbeitnehmern aus der Metallerzeugung und –bearbeitung betroffen. In Branchen wie Informationsdienstleistungen und Datenverarbeitung, Medien sowie im Kredit- und Versicherungsgewerbe verursachten Rückenleiden hingegen die wenigsten Fehltage.

Insgesamt stiegen die krankheitsbedingten Fehlzeiten der BKK-Mitglieder 2012 bereits das sechste Jahr in Folge. Durchschnittlich fehlte jedes Kassenmitglied 16,6 Tage. Das sind rund vier Tage mehr als noch 2006. Überdurchschnittlich hoch ist dabei vor allem der Anstieg bei psychischen Störungen. Der Anteil der Fehlzeiten lag 2012 bei 14,7 Prozent.


Quelle: AFP