Eine Arzthelferin kreuzt in einem Impfausweis eine vollzogene Masernimpfung an (Bild: dpa)

rbb PRAXIS News vom 02.05.2013 - Masern in England: Bei Reisen auf Impfschutz achten

Wer Urlaub in Nordengland oder Wales plant, sollte sich vorher gegen Masern impfen lassen. Der Impfpass mit gültigem Impfschutz ist nach Angaben der walisischen Gesundheitsbehörden wegen eines aktuellen Masernausbruchs unbedingt erforderlich.

Eine wehende EU-Fahne (Bild: dpa)
Vor allem in der südwalisischen Stadt Swansea seine viele Menschen erkrankt, hieß es am Dienstag. Masern sind hoch ansteckend und besonders für Erwachsene gefährlich. Betroffen sind derzeit nicht nur Deutschland und England, auch in anderen europäischen Staaten, wie Frankreich und Italien, erleben Masern derzeit ein unerwünschtes Comeback.

90. 000 Masernfälle wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) allein in den vergangenen drei Jahren europaweit gemeldet. Von 2010 bis 2011 habe sich die Zahl vervierfacht, hieß es auf dem Europäischen Kongress für Infektionskrankheiten in Berlin.

Grund ist nach den Worten der WHO-Masernexpertin Prof. Susanna Esposito vielerorts die Skepsis von Impfgegnern, die Schäden durch Nebenwirkungen der Impfung befürchteten.

"Unter anderem geht dies auf eine Veröffentlichung von 2009 zurück, die die kombinierte Masern-Mumps-Röteln-Impfung mit Autismus in Verbindung brachte", sagte Esposito. "Aber die zugrunde gelegten Daten sind vollkommen falsch. Das ist mittlerweile klar." Die Folge sei jedoch, dass die Durchimpfungsquote von 95 Prozent, die für eine Eliminierung der Masern in der Gesamtbevölkerung nötig sei, vielerorts nicht erreicht werde.

Quelle: dpa/sid