Fahrzeuge des Rettungsdienstes fahren mit Blaulicht auf der Stadtautobahn in Berlin. (Quelle: dpa)

rbb Praxis News vom 29.01.2014 - Mehr Herztote in Ostdeutschland

Wer im Osten Deutschlands lebt, hat ein größeres Risiko an einem Herzleiden zu sterben als Menschen, die im Westen leben. Das ergibt der Deutsche Herzbericht, der am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

Im Osten Deutschlands gibt es laut dem Deutschen Herzbericht nach wie vor mehr Herztote als im Westen des Landes. Einzige Ausnahme sei Berlin. Die meisten Toten durch einen Infarkt gab es danach mit 104 pro 100.000 Einwohner in Sachsen-Anhalt, die wenigsten in Bremen mit 35.

Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2011. Als mögliche Ursachen für die regionalen Unterschiede sehen Ärzte unter anderem die geringe Anzahl von Kardiologen in strukturschwachen Gebieten und ein schlechteres Gesundheitsbewusstsein.

Herzkrankheiten gehören zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Insgesamt sterben inzwischen aber deutlich weniger Menschen an einem Herzinfarkt als noch vor 30 Jahren. 2011 traf es bundesweit rund 52 000 Menschen, 1980 waren es noch rund 92 800.


Quelle: dpa