
rbb PRAXIS News vom 09.07.2013 -
Die deutsche Wiedervereinigung hat offenbar einen positiven Effekt auf die Lebenserwartung der Ostdeutschen. Das ist das Ergebnis einer Studie an der Universität Rostock, heißt es in einem am Dienstag verbreiteten Info-Blatt des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung.
Danach leben ostdeutsche Frauen heute durchschnittlich 6,3 Jahre und Männer 7,4 Jahre länger als 1990. Zwar wäre die Lebenserwartung auch gestiegen, wenn die DDR wie in den 70er und 80er Jahren weiter existiert hätte, schreibt Autor Tobias Vogt. Dann hätte sich die Lebenserwartung allerdings für die Zeit von 1990 bis 2009 nur um 2,2 Jahre bei den Frauen und um knapp zehn Monate bei den Männern erhöht.
Die Lebenserwartung in der DDR habe ab Mitte der 70er Jahre nur noch langsam zugenommen, während die BRD den rapiden Anstieg der Vorjahre fortsetzte, schreibt Vogt. Das sei vor allem auf eine bessere Behandlung von Herz-Kreislauf-Krankheiten zurückzuführen. Hingegen sei die ostdeutsche Sozialpolitik kaum auf ältere Menschen, Sondern sehr stark auf den Erhalt von Arbeitskraft ausgerichtet gewesen.
Zudem hätten ostdeutsche Rentner im Gegensatz zu westdeutschen Ruheständlern "mit mageren Renten" auskommen müssen und "rutschten im Alter oft in prekäre Lebenssituationen". Auch sei die Versorgung im Allgemeinen wesentlich schlechter gewesen. Schätzungen zufolge habe die Gesundheitsversorgung im Osten 1990 der im Westen um 15 bis 20 Jahre hinterhergehinkt.
Quelle: epd
Die Lebenserwartung in der DDR habe ab Mitte der 70er Jahre nur noch langsam zugenommen, während die BRD den rapiden Anstieg der Vorjahre fortsetzte, schreibt Vogt. Das sei vor allem auf eine bessere Behandlung von Herz-Kreislauf-Krankheiten zurückzuführen. Hingegen sei die ostdeutsche Sozialpolitik kaum auf ältere Menschen, Sondern sehr stark auf den Erhalt von Arbeitskraft ausgerichtet gewesen.
Zudem hätten ostdeutsche Rentner im Gegensatz zu westdeutschen Ruheständlern "mit mageren Renten" auskommen müssen und "rutschten im Alter oft in prekäre Lebenssituationen". Auch sei die Versorgung im Allgemeinen wesentlich schlechter gewesen. Schätzungen zufolge habe die Gesundheitsversorgung im Osten 1990 der im Westen um 15 bis 20 Jahre hinterhergehinkt.
Quelle: epd


