Gestapelter Würfelzucker mit der Inschrift "Diabetes", Quelle: imago

rbb Praxis News vom 4.12.2013 - Ostdeutsche mit höherem Diabetes-Risiko

Das Risiko an Diabetes zu erkranken, ist in Deutschland ungleich verteilt. Die höchsten Raten an Zuckerkranken weisen die östlichen Bundesländer auf, wie aus dem Diabetes-Atlas hervorgeht.

Die Barmer-Krankenkasse stellte die Auswertung am Mittwoch in Koblenz vor. Angeführt wird die Tabelle von Sachsen mit 10,4 Prozent. Danach folgt Sachsen-Anhalt mit 10,1 Prozent, Brandenburg liegt bei 9,9 Prozent, Thüringen bei 9,7 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern bei 9,6 Prozent und Berlin bei 8,5 Prozent.

Bundesweit liegt der Anteil der Zuckerkranken bei acht Prozent. Das höchste Diabetesrisiko in den alten Bundesländern weist das Saarland mit 8,6 Prozent auf. Die niedrigste Diabetes-Häufigkeit gibt es in Schleswig-Holstein mit 6,8 Prozent. Die unterschiedliche Verteilung der Diabetesraten kann nach Angaben der Barmer viele Ursachen haben.

Weitere Foschungen seien nötig, um herauszufinden, ob Diabetes möglicherweise mit hoher Arbeitslosigkeit, kleinen Einkommen und geringer Kaufkraft einhergehe. Sechs Millionen Bundesbürger leiden laut Deutscher Diabetes-Hilfe an der Volkskrankheit.

Da könne nicht im Nebel gestochert werden, wenn es um die Häufigkeit in Regionen, um die Patientenversorgung oder um die Rate der Folgeerkrankungen gehe, kritisierte ein Sprecher.

Quelle: epd