
rbb Praxis News vom 29.11.2013 -
Laut einer Studie führt ein kürzlich in Westafrika entdeckter neuer HIV-Erregerstamm schneller zur Erkrankung an Aids. Das ergab eine Untersuchung mit gut 150 Patienten in Guinea-Bissau.
Während der Ausbruch von Aids nach einer Infektion mit den bislang in Westafrika vorherrschenden HIV-Stämmen im Durchschnitt rund sechs Jahre dauere, sei es beim neuen A3/O2-Erreger im Schnitt ein Jahr eher, berichtete der Sender "Voice of America" unter Berufung auf Daten der schwedischen Lund-Universität.
Entdeckt wurde der Erregerstamm in Guinea-Bissau. Offenbar entstand er aus zwei
bekannten Erregern. Bislang soll das Virus nur in Westafrika verbreitet sein. Die Wissenschaftler planen jedoch auch weitere Studien in Europa. Grundlage der bisherigen Ergebnisse war eine Studie an gut 150 Patienten in dem westafrikanischen Land südlich von Gambia.
Quelle: epd



