
rbb PRAXIS News vom 04.06.2013 -
Das zwei Jahre lang von der Charité geprüfte Stroke-Einsatz-Mobil (STEMO) bewies eine deutliche Optimierung in der Notfallversorgung von Schlaganfallpatienten. An Bord des STEMO sind ein Computertomograph, ein Minilabor sowie speziell geschultes Rettungspersonal und ein Neurologe mit Notarztqualifikation.
Die Studie ergab, dass mit dem STEMO auf einen Notruf deutlich schneller eine Behandlung einsetzen konnte. Außerdem ist es mit dem Schlaganfall-Rettungswagen möglich, direkt eine Lyse-Therapie durchzuführen und nicht erst im Krankenhaus. Bei dieser Therapie wird ein Blutgerinnsel, das eine Schlagader verstopft, medikamentös aufgelöst. Der Start der Therapie konnte mit dieser Möglichkeit 25 Minuten früher einsetzen. Außerdem stieg die Behandlungsrate für eine Lysetherapie im Vergleich zur Versorgung im Krankenhaus insgesamt von 21 auf 33 Prozent.
Der Einsatz des STEMO konnte somit definitiv eine bessere Versorgung der Schlaganfallpatienten gewährleisten. Es wurde gemeinsam von der Charité, der Berliner Feuerwehr und der Firmen Meytec GmbH und Brahms GmbH entwickelt.
(Quelle: Charité)


