Ein Hautarzt untersucht mit einem Vergrößerungsglas die Haut einer Patientin (Bild: dpa)

rbb Praxis News vom 04.02.2014 - Rasanter Anstieg der Hautkrebsfälle in Deutschland

Bundesweit waren 2012 rund 1,56 Millionen Menschen von bösartigen Neubildungen der Haut betroffen.Das geht aus dem am Dienstag in Berlin veröffentlichten Arztreport der Barmer GEK hervor.

An der gefährlichsten Form, dem so genannten malignen Melanom oder schwarzen Hautkrebs, litten danach 318.000 Menschen. Das waren 60 Prozent mehr als 2005. Noch verbreiteter ist der so genannte helle Hautkrebs. Diese Diagnose erhielten 1,3 Millionen Menschen. Das entspricht einer Steigerung von 79 Prozent binnen sieben Jahren.

Als Grund für den Anstieg sehen Experten die Einführung der Früherkennungsuntersuchung für Hautkrebs im Jahr 2008. Dies habe mehr Menschen sensibilisiert. Für gesetzliche Versicherte ab 35 Jahren bezahlen die Kassen alle zwei Jahre ein Screening. Allerdings habe in den Jahren 2011 und 2012 zusammen nur knapp ein Drittel der Berechtigten diese Chance genutzt.

Die gefährlichste Hautkrebsform ist das maligne Melanom. Es kann schnell Metastasen im Körper bilden und zum Tode führen. Beim hellen oder weißen Hautkrebs, zu dem der Basalzellkrebs und  Stachelzellkrebs zählen, ist das Risiko von Metastasen viel geringer. Der größte Risikofaktor für Hautkrebs ist die UV-Strahlung der Sonne und von Solarien.

Quelle: afp