Extra langes Maßband, Quelle: imago

rbb Praxis News vom 10.09.2013 - Adipositas-Chirurgie boomt

Immer mehr Übergewichtige lassen eine Magenoperation vornehmen, um ihr Gewicht zu regulieren. Die Zahl der Eingriffe mit Magenband, Magenverkleinerung oder Magenballon stiegen in den vergangenen Jahren um 64 Prozent, wie die DAK Krankenkasse am Dienstag in Hamburg mitteilte.

Diese Operationen haben laut DAK 2012 einen neuen Höchststand erreicht. Dieser Trend setze sich auch in diesem Jahr fort. Es gab 669 Eingriffe, die 4,6 Millionen Euro kosteten. 81 Prozent der Krankenhausbehandlungen bei stark Übergewichtigen entfielen im ersten Halbjahr 2013 auf Frauen.

Operationen, bei denen zum Beispiel der Magen künstlich verkleinert wird, sollen das Hungergefühl bremsen und bei der Gewichtsreduktion helfen.Zu den medizinischen Voraussetzungen der Adipositas-Chirurgie gehört zum Beispiel, dass die Patienten mehr als fünf Jahre stark übergewichtig sind und einen Body Mass Index (BMI) über 40 haben.

Bei einer 1,70 Meter großen Frau würde dies zum Beispiel ein Gewicht von mindestens 117 Kilogramm bedeuten. Außerdem muss nachgewiesen werden, dass bei den Betroffenen
konservative Behandlungsmethoden wie Ernährungs-, Bewegungs- und
Verhaltenstherapien ohne den erhofften Erfolg geblieben sind. In Deutschland gelten heute 23,3 Prozent der Männer und 23,9 Prozent der Frauen als stark übergewichtig, also adipös.

Quelle: afp