
rbb Praxis News vom 26.11.2013 -
Laut einer US-Studie können Gesunde und gegen Keuchhusten geimpfte Menschen möglicherweise trotzdem ansteckend sein. In den USA treten derzeit viele Keuchhusten-Fälle auf, weshalb Forscher hierin einen möglichen Grund dafür sehen.
In der Studie mit Affen beobachteten Wissenschaftler der US-Arzneimittelbehörde FDA, dass mit gängigen Mitteln geimpfte Tiere zwar nicht an Keuchhusten erkranken, sie die Erreger aber an ihre Artgenossen weitergeben können. Während die US-Forscher darin einen möglichen Grund für die derzeit vielen Keuchhusten-Fälle in den USA sehen, so schätzen Experten des deutschen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) die Aussagekraft der Studie als "vergleichsweise niedrig" ein. In den USA hatte es im Jahr 2012 etwa 42000 Keuchhusten-Infektionen gegeben – laut der Studie ein "50-Jahres-Hoch".
Die Studie ist in der Fachzeitschrift "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften ("PNAS") erschienen. Das Forscher-Team um Tod J. Merkel von der FDA in Bethesda nahe Washington plädiert dafür, verbesserte Impfstoffe gegen Keuchhusten-Bakterien zu entwickeln.
Quelle: dpa

