
rbb Praxis News vom 16.12.2013 -
Die Weihnachtstage schlagen aufs Herz: Laut einer Studie der DAK-Gesundheit gibt es zum Fest deutlich mehr Herzinfarkte als im Jahresdurchschnitt.
Nach Daten der DAK-Gesundheit kommen an den Weihnachtstagen ein Drittel mehr Menschen mit einem Herzinfarkt in eine Klinik als im Jahresdurchschnitt. Vor allem Männer sind der Untersuchung zufolge betroffen. "Das Fest der Liebe schlägt buchstäblich aufs Herz", teilte die Krankenkasse in Hamburg mit.
Die Kasse verglich für die Untersuchung Krankenhaus-Daten der letzten vier Jahre. Demnach gab es zwischen 2009 und 2012 an den einzelnen Weihnachtstagen im Schnitt jeweils 40 Krankenhauseinweisungen wegen Herzinfarkten. Sonst verzeichnet die Kasse durchschnittlich 30 Einweisungen pro Tag. Die Häufung zu Weihnachten sei schon "sehr auffällig", betonte die Kasse.
Dabei geht die DAK-Gesundheit davon aus, dass privater und beruflicher Stress rund um die Weihnachtszeit die Ursache für die Häufung von Infarkten sind. Die Suche nach Geschenken und die Erwartungen von Familie und Freunden setzten viele Menschen zu Weihnachten unter Druck. Hinzu komme beruflicher Stress, weil Zielvorgaben oft bis Ende des Jahres abgeschlossen werden müssten. Aber auch langfristige Ursachen für Herzprobleme wie einseitige Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen und hoher Alkoholkonsum spielten eine entscheidende Rolle.
Zum Schutz vor Weihnachtsstress empfehlen die DAK-Experten weniger Perfektionismus und mehr Zeit zur Entspannung. So sollte die gesamte Familie in die Weihnachtsvorbereitungen einbezogen werden. Auch sollten sich an den Feiertagen nicht zu viele Unternehmungen vorgenommen werden.
Quelle: dpa/AFP

