
rbb Praxis News vom 09.01.2014 -
Das Berliner Tuberkulose-Zentrum hat eine neue Röntgenanlage und erweiterte Räumlichkeiten bekommen. Damit hofft die Behörde in Lichtenberg dem wachsenden Andrang gewachsen sein.
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts gab es 2013 in Berlin über 330 neue Fälle der meldepflichtigen Erkrankung. Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen geht das Landesamt für Gesundheit und Soziales davon aus, dass die Aufgaben des Zentrums künftig weniger werden.
Zu den Aufgaben des Zentrums gehört es, Obdachlose und Flüchtlinge
vor der Aufnahme in eine öffentliche Unterkunft routinemäßig auf Tuberkulose zu untersuchen. Die Zahl dieser Röntgenchecks hat sich
seit 2009 auf mittlerweile 7800 verdoppelt.
Ein Routinecheck auf Tuberkulose ist Pflicht für alle, die in Berliner Wohnheimen unterkommen wollen. Das neue Röntgengerät arbeite schneller als das alte und habe die Situation etwas entspannt, sagte die Leiterin des Zentrums, Gisela Glaser-Paschke.
Die Personalengpässe seien jedoch noch nicht behoben. Das Zentrum hat 22 Mitarbeiter. Daneben ist das Zentrum auch für die Kontrolle der in Berlin laufenden Tuberkulose-Therapien zuständig.
Quelle: dpa

