Tigermücke, Quelle: dpa

rbb Praxis News vom 04.02.2014 - Vorsicht bei Reisen in die Karibik

Seit Dezember 2013 wurden auf mehreren karibischen Inseln Infektionen mit Chikungunya-Fieber registriert. Es ist das erste bekannte Auftreten dieser mückenübertragenen Virusinfektion auf den amerikanischen Kontinenten.

Darüber informierte jetzt das Centrum für Reisemedizin in Stuttgart. Bislang war die Erkrankung vorwiegend aus Asien und Afrika bekannt. Da die Überträgermücke des Chikungunya-Fiebers in Süd- und Mittelamerika ansässig ist, ist mit einer weiteren Ausbreitung der Erkrankung in der Region zu rechnen. Reisende in die Karibik sollten sich umfassend vor Mückenstichen schützen, empfiehlt das CRM Centrum für Reisemedizin. Eine Impfung oder Medikamente zur Behandlung der Erkrankung existieren nicht.

Anfang Dezember 2013 hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals zwei Fälle von Chikungunya-Fieber im französischen Teil der Insel St. Martin bestätigt. Bis Ende Januar 2014 wurden dort 393 Erkrankungen registriert, es gibt derzeit mindestens 610 weitere Verdachtsfälle.

Auch auf den Inseln Saint-Barthélemy, Dominica, Guadeloupe, Martinique sowie den Jungferninseln ist die Erkrankung aufgetreten. Allein in Martinique haben sich bis Ende Januar 2014 267 Menschen infiziert, mindestens 655 weitere Verdachtsfälle wurden gemeldet.

Chikungunya-Infektionen zeigt sich durch hohes Fieber, starke Gelenk- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und wird manchmal von einem Hautausschlag begleitet. In der Regel heilt sie ohne Komplikationen von allein aus. Bei Säuglingen, älteren Menschen oder chronisch Kranken kann es jedoch zu schweren Verläufen kommen.