Holzspielzeug, Spielzeug, Kinder (dpa)

rbb Praxis News vom 13.11.2013 - Vorsicht vor giftigem Kinderspielzeug

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mahnt zur Achtsamkeit beim Kauf von lackiertem Holzspielzeug und Metallbaukästen. Bei einer Überprüfung wurden verschiedene gesundheitsgefährdende Stoffe gefunden, die vor allem für Kinder schädlich sein können.

So wurden bei einer Überprüfung von Holzspielzeug in rund neun Prozent der untersuchten Proben verschiedene gesundheitsgefährliche Weichmacher gefunden, die zusammen den Grenzwert überschritten, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilte. Bei Buntstiften aus lackiertem Holz fanden die Prüfer von Bund und Ländern in rund 21 Prozent der untersuchten Proben Weichmacher, sogenannte Phthalate, die den Konzentrationswert überschritten. Diese Stoffe können schädlich für Kinder sein, wenn sie das Spielzeug in den Mund nehmen.

Zudem wurden im Rahmen des Untersuchungsprogramms Metall- und Modellbaukästen untersucht, bei denen 87 Prozent der untersuchten Proben den Grenzwert teilweise erheblich überschritten. Problematisch hierbei ist laut dem BVL das enthaltene Nickel, das Allergien auslösen kann. Die Prüfer kontrollierten Spielwaren, bei denen ein längerer, direkter Hautkontakt beim Spielen zu erwarten ist. Bei 24 Prozent der 168 Proben wurde demnach der gesetzliche Grenzwert überschritten; nur bei 20 Prozent konnten die Tester gar keine Freisetzung des Metalls nachweisen.

"Kinder sind als Konsumenten und Verbraucher besonders schutzwürdig", erklärte BVL-Präsident Dr. Helmut Tschiersky bei der Vorstellung der Ergebnisse. Hersteller und Importeure müssten ihrer Verpflichtung, nur sichere Produkte in den Handel zu bringen, stärker nachkommen.

Die Verbraucherschützer raten Eltern, beim Kauf von Spielzeug auf den Geruch zu achten, lieber unlackiertes Holzspielzeug zu wählen sowie Spielwaren aus hartem dem aus weichem Plastik vorzuziehen.


Quellen: BVL/AFP