
rbb Praxis News vom 22.10.2013 -
Mehr als 800.000 Menschen sind in Deutschland von der Sprechbehinderung betroffen. Zum Welttag des Stotterns wollen die Selbsthilfegruppen auf die Behinderung aufmerksam machen und um mehr Akzeptanz werben.
Unter dem Motto "People who stutter – Supporting each other" ("stotternde Menschen unterstützen sich gegenseitig") wird der diesjährige Welttag des Stotterns begangen. Eine bundesweite Kampagne soll auf die Betroffenen aufmerksam machen und um mehr Akzeptanz werben. Das kündigte die Bundesvereinigung Stottern und Selbsthilfe in Köln an. Zudem laden die 90 ehrenamtlichen Jugend- und Erwachsenengruppen in Deutschland zum Tag der offenen Tür ein.
Der Göttinger Neurologe Martin Sommer, Vorsitzender der Bundesvereinigung Stottern und Selbsthilfe, beklagte indes, dass Betroffene überwiegend Ablehnung erlebten. Sie würden verhöhnt und nicht selten in Schule und Beruf benachteiligt. Dabei sei Stottern keine Sackgasse. Sowohl bei Kleinkindern als auch bei Senioren könne die Behinderung gut behandelt werden. Auch trage der Kontakt zu anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen wesentlich zum Erfolg von Therapien bei.
Quelle: epd

