
rbb Praxis News vom 13.12.2013 -
Die Zahl der Krebserkrankungen nimmt weltweit zu. Von 2008 bis 2012 gab es einen Anstieg von elf Prozent auf 14,1 Millionen krebskranke Menschen. Das teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit.
Vor allem in den Entwicklungsländern führen Krebserkrankungen zu immer mehr Todesfällen. In den vergangenen fünf Jahren stieg die Zahl der Krebskranken um elf Prozent auf 14,1 Millionen Menschen. Besonders drastisch fiel dabei der Anstieg bei Brustkrebspatientinnen aus, die davon rund ein Fünftel ausmachten.
Besonders häufig vorkommende Krebsformen sind laut dem Bericht der WHO Darmkrebs (9,7 Prozent), Brustkrebs (11,9 Prozent) und Lungenkrebs (13 Prozent), wobei letzterer die mit Abstand meisten Todesfälle verursacht.
Nach WHO-Prognosen wird die Zahl der Krebskranken infolge des Bevölkerungswachstums und der höheren Lebenserwartung bis zum Jahr 2025 auf weltweit 19,3 Millionen steigen. Schon vergangenes Jahr entfielen zudem 57 Prozent der Neuerkrankungen und zwei Drittel aller Todesfälle auf Entwicklungsländer. Die WHO geht davon aus, dass sich diese Tendenz weiter verstärken wird.
Der Bericht verzeichnet auch einen Anstieg bei Brustkrebserkrankungen, die inzwischen ein Viertel aller Krebsfälle bei Frauen ausmachen. Von 2008 bis 2012 nahm die Zahl der Neudiagnosen um mehr als 20 Prozent zu, die der Todesfälle wuchs um 14 Prozent. Sowohl Brust- als auch Gebärmutterhalskrebs betreffen Frauen in ärmeren Ländern deutlich öfter als ihre Geschlechtsgenossinnen in den hochentwickelten Industriestaaten.
Erstellt wurde der Bericht von der Internationalen Agentur für Krebsforschung, einem französischen WHO-Ableger, der Daten aus 184 Ländern gesammelt hatte. Für den Report wurden 28 verschiedene Krebsvarianten untersucht.
Quelle: AFP

