Ein Objektträger mit Tumorzellen

rbb Praxis News vom 03.02.2014 - Zahl der Krebsfälle in Berlin gestiegen - in Brandenburg gesunken

In Berlin hat sich die Zahl der Krebserkrankungen erhöht. 76.958 Patienten wurden im Jahr 2012 vollstationär behandelt. Das waren 1194 mehr als im Jahr davor. Im Land Brandenburg hingegen ist die Zahl der Erkrankungen zurückgegangen.

Die meisten Patienten in Berlin (13.003) wurden wegen bösartiger Tumore an Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien und Lunge behandelt. Bei Frauen war Brustkrebs die häufigste Diagnose. Nach Krankheiten des Kreislaufsystems sind Krebsleiden in der Hauptstadt die zweithäufigste Todesursache. In den letzten zehn Jahren habe ihr Anteil an allen Todesarten um 3,5 Prozent zugenommen, teilten die Statistiker mit.

Im Land Brandenburg hingegen ist die Zahl der Krebserkrankungen zurückgegangen. Im Jahr 2012 wurden 46.225 Patienten in Krankenhäusern des Landes wegen Krebsleiden vollstationär behandelt - 525 weniger als ein Jahr zuvor. Auch hier wurden die meisten Patienten (7540) wegen bösartiger Neubildungen an Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien und Lunge behandelt. Ebenso war Brustkrebs bei Frauen die häufigste Diagnose.

In Brandenburg starben im vergangenen Jahr 7579 Menschen an Krebserkrankungen. Das waren 27,6 Prozent aller Gestorbenen und 128 Krebssterbefälle mehr als im Vorjahr. Ihr Anteil an allen Todesarten sei in den letzten zehn Jahren jedoch leicht zurückgegangen, so die Statistiker.

Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar legte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg die neuen Zahlen am Montag vor.


Quelle: dpa/bb