
rbb Praxis News vom 23.10.2013 -
Immer weniger Kitas in Berlin kümmern sich um die Zahnpflege der Kinder. Das bemängeln Zahnärzte und starteten deshalb gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Berlin zur Verhütung von Zahnerkrankungen und der Charité einen Aufruf an alle Kitas am Zähneputzen festzuhalten.
Laut Zahnärzten ist in rund vier Prozent der Kitas das gemeinsame Zähneputzen mittlerweile eingestellt. Rund 8000 der insgesamt etwa 115 000 Kindergartenkinder in der Hauptstadt seien davon betroffen, Tendenz steigend. Dies sei umso bedenklicher, da Karies bei Milchzähnen wieder deutlich zunehme. So war beim Schulstart 2011/12 nur die Hälfte der Erstklässler kariesfrei.
Die Sprecherin der Zahnärztekammer, Birgit Dohlus, sieht einen Grund darin, dass das Zähneputzen einfach Arbeit mache. Auch in der Schule zeigten sich erhebliche Mängel hinsichtlich der Zahnputzmoral. "Zähneputzen in der Schule ist fast schon eine Exklusivität", sagte Zahnarzt Michael Dreyer. Angesichts immer mehr Ganztagsschulen sei ein solches Angebot jedoch sehr wichtig.
Quelle: dpa/bb



