
rbb PRAXIS Service -
Alles blüht - und das heißt für 15 Millionen Menschen, dass ihre Leidenszeit wieder beginnt, denn so viele Pollenallergiker gibt es in Deutschland. Was können Allergiker tun? rbb PRAXIS informiert.
Die wichtigsten Pollenschutz-Maßnahmen
- Die Wäsche sollten Allergiker in der Zeit des Pollenfluges lieber in der Wohnung trocknen.
- Eine Tagesdecke auf dem Bett schützt und sollte vor dem Schlafen gemeinsam mit der Tageskleidung vor der Tür abgelegt werden.
- Die Haare sollten am Abend gewaschen werden, um die Pollen zu entfernen. Notfalls hilft auch eine Mütze, die verhindert, dass sich Pollen auf dem Kopfkissen breitmachen.
- Grundregeln beim Lüften: Wer in der Stadt wohnt, sollte besser morgens lüften, bevor die Luft mit Pollen gesättigt ist. Auf dem Land hingegen sollte man besser erst am Abend die Fenster öffnen.
- Hilfen können auch Pollenschutzgitter sein. Eine preiswertere Alternative sind hier normale Fliegengitter, die die Pollen aus der Wohnung verbannen.
- Allergiker sollten täglich Staubsaugen und die Wohnung regelmäßig feucht durchwischen.
- Luftbefeuchter schaffen Linderung für die gestresste Nasenschleimhaut.
- Beim Autofahren sollten die Fenster geschlossen gehalten und die Lüftung abgestellt werden.
- Allergiker sollten ihren Urlaub in Gebieten mit geringem Pollenflug, wie z.B. im Gebirge über 2.000 Meter Höhe oder am Meer, verbringen.

Erste Hilfe aus der Apotheke
Erste Hilfe bieten die so genannten Antihistaminika. Wie der Name schon sagt, blockieren sie das Histamin. Mit mitunter unangenehmen Nebenwirkungen: besonders bei den Antihistaminika der ersten Generation, wie etwa der Wirkstoff Clemastin, treten oft Kopfschmerzen und extreme Müdigkeit auf. Das Rad- oder Autofahren kann hier gefährlich werden.
Bei Antihistaminika der zweiten Generation, wie etwa den Wirkstoffen Cetirizin oder Loratadin, sind die Nebenwirkungen schwächer. Obschon alle diese Präparate auch rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind, sollte der Arzt bei der Auswahl des geeigneten Präparates helfen. Er kann Wirkungen und vor allem auch Neben- und Wechselwirkungen der Medikamente am besten einschätzen. Anders sieht es bei Heuschnupfensprays aus, die oft Cortison enthalten. Sie wirken zwar stark entzündungshemmend, sind aber rezeptpflichtig und nicht für jeden geeignet.
Aus der Homöopathie können Komplexmittel mit den Wirkstoffen der Bittergurke, dem kleinen Goldregen und der Ballonpflanze helfen. Die einzelnen Wirkstoffe wirken abschwellend, entzündungshemmend und mindern den Tränenfluss. Auch ein Aufguss aus rohen Zwiebeln kann helfen. Zwiebeln enthalten einen gelben Pflanzenfarbstoff, der die Ausschüttung des Histamins behindert. Allerdings kann der Geruch des Suds unter Umständen gewöhnungsbedürftig sein. In jedem Fall sollte man auch die Einnahme solcher Zubereitungen mit dem Allergologen besprechen.
Bei Antihistaminika der zweiten Generation, wie etwa den Wirkstoffen Cetirizin oder Loratadin, sind die Nebenwirkungen schwächer. Obschon alle diese Präparate auch rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind, sollte der Arzt bei der Auswahl des geeigneten Präparates helfen. Er kann Wirkungen und vor allem auch Neben- und Wechselwirkungen der Medikamente am besten einschätzen. Anders sieht es bei Heuschnupfensprays aus, die oft Cortison enthalten. Sie wirken zwar stark entzündungshemmend, sind aber rezeptpflichtig und nicht für jeden geeignet.
Aus der Homöopathie können Komplexmittel mit den Wirkstoffen der Bittergurke, dem kleinen Goldregen und der Ballonpflanze helfen. Die einzelnen Wirkstoffe wirken abschwellend, entzündungshemmend und mindern den Tränenfluss. Auch ein Aufguss aus rohen Zwiebeln kann helfen. Zwiebeln enthalten einen gelben Pflanzenfarbstoff, der die Ausschüttung des Histamins behindert. Allerdings kann der Geruch des Suds unter Umständen gewöhnungsbedürftig sein. In jedem Fall sollte man auch die Einnahme solcher Zubereitungen mit dem Allergologen besprechen.
Immuntherapien gegen Schnupfen und tränende Augen
Durch eine Immuntherapie wird der Körper langsam an die Allergie auslösenden Stoffe gewöhnt, die überschießende Immunreaktion wird abgebaut. Hyposensibilisierung nennen das Mediziner. Für Patienten, die das ganze Jahr unter Heuschnupfen leiden, ist eine ganzjährige Immuntherapie, auch wegen des Zeitaufwandes, oft problematisch. Und auch für Saison-Allergiker erfolgte die Immuntherapie bislang mit einem großen Vorlauf. Musste man sonst schon im Herbst beginnen, um im Frühjahr symptomfrei zu sein, gibt es jetzt eine Kurzzeit-Therapie, für die nur vier bis maximal sieben Spritzen benötigt werden. Wirksam sind laut Studien beide Immuntherapie-Formen.
Bei der Kurzzeit-Hyposensibilisierung wird die Dosis sehr langsam gesteigert, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden. Nach jeder Spritze müssen die Patienten eine halbe Stunde in der Praxis warten, falls der Kreislauf zu extrem auf die Hyposensibilisierung reagiert. Wichtig ist, dass die Patienten gesund sind und nicht etwa ein Infekt das Immunsystem beschäftigt, das ja durch die Hyposensibilisierung "trainiert" werden soll. Für einen dauerhaften Erfolg sollte auch die Kurzzeit-Therapie drei Jahre hintereinander wiederholt werden. Und: im Vorfeld müssen durch eine Hauttestung die Allergie auslösenden Stoffe genau bestimmt werden. Beginnen sollte man immer etwa fünf bis acht Wochen, bevor die Pollen fliegen, gegen die man allergisch reagiert. Geeignet ist die Kurzzeit-Immuntherapie (KIT) vor allem für Menschen, die wenig Zeit haben und trotzdem etwas gegen ihre Allergie tun wollen.
Bei der Kurzzeit-Hyposensibilisierung wird die Dosis sehr langsam gesteigert, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden. Nach jeder Spritze müssen die Patienten eine halbe Stunde in der Praxis warten, falls der Kreislauf zu extrem auf die Hyposensibilisierung reagiert. Wichtig ist, dass die Patienten gesund sind und nicht etwa ein Infekt das Immunsystem beschäftigt, das ja durch die Hyposensibilisierung "trainiert" werden soll. Für einen dauerhaften Erfolg sollte auch die Kurzzeit-Therapie drei Jahre hintereinander wiederholt werden. Und: im Vorfeld müssen durch eine Hauttestung die Allergie auslösenden Stoffe genau bestimmt werden. Beginnen sollte man immer etwa fünf bis acht Wochen, bevor die Pollen fliegen, gegen die man allergisch reagiert. Geeignet ist die Kurzzeit-Immuntherapie (KIT) vor allem für Menschen, die wenig Zeit haben und trotzdem etwas gegen ihre Allergie tun wollen.


