Kohlwickel
Wirkung: Der Kohl zeichnet sich durch kühlende, schmerzlindernde und beruhigende Heilkräfte aus. Die schwefelhaftigen Inhaltsstoffe wie Senfölglykoside können für eine antibakterielle bis antioxidative Wirkung sorgen.
"Anwendung: Für diese Art von Wickeln wird der Wirkstoff direkt auf die erkrankten Körperstellen gelegt. Am besten geeignet sind Weißkohl oder Wirsing mit großen saftigen Blättern. Kaufen Sie den Kohl dafür möglichst aus biologischem Anbau. Er sollte immer frisch sein, wenn Sie ihn verwenden, und bei Zimmertemperatur gelagert worden sein.
Für die Anwendung des Kohlwickels benötigen Sie einen Weißkohl oder Wirsing, ein Messer, ein Nudelholz, ein Holzbrett und eine elastische Binde. Legen Sie den Wickel dann wie folgt an:
1. Nachdem Sie äußeren Blätter des Kohls gewaschen haben, schneiden Sie mit einem scharfen Messer die dicken, hervorstehenden Blattachsen heraus.
2. Walzen Sie jetzt mit einem Nudelholz oder mit einer Flasche die Blätter so flach, dass die Blattrippen aufbrechen und der Saft austreten kann.
3. Legen Sie3 2 bis 3 Blätter auf das schmerzende Gelenk und fixieren Sie sie mit einer elastischen Binde so, dass kleine Bewegungen noch möglich sind.
Den Wickel können Sie bis zu 12 Stunden aber mindestens 1 Stunde einwirken lassen. Sobald sich die Blätter braun verfärben und unangenehm riechen, sollten Sie ihn erneuern. Wiederholen Sie die Anwendung ein- bis zweimal täglich. Bei schmerzenden Gelenken haben sich Wickel über Nacht bewährt, die Sie am besten etwa zwei Wochen hintereinander anlegen." (Dobos 2008, S. 237)