
rbb PRAXIS -
Allergisches Asthma kann verschiedene Ursachen haben. Wir haben Substanzen aufgeführt, die längerfristig zu Asthma führen können.
Über weite Strecken fliegen die winzige Körnchen millionenfach durch die Luft: Vor allem im Frühjahr ist vor Blüten- und Gräserpollen kein Entkommen und Empfindliche reagieren mit Heuschnupfen: laufende Nase, brennende Augen, Atemnot und trockener Husten.
Wann es auftritt: Birkenpollen fliegen von April bis Mai, Hafer von Juni bis August – neben der Blütezeit hängt ihre Verbreitung aber auch von der Witterung ab.
Was zu tun ist: Lüften Sie nur frühmorgens, hängen Sie ein Pollenfluggitter vors Fenster und fahren ans Meer oder in die Berge in den Urlaub. Bei der nicht seltenen Kreuzallergie mit Birkenpollen hilft eine spezifische Immuntherapie. Beginnen Sie damit im Herbst, wenn der Pollenflug endet.
Wie behandelt wird: Jeder dritte Heuschnupfen-Patient bekommt irgendwann Asthma: Scheuen Sie sich daher nicht, früh ein Antihistamin oder Asthmamittel zu nehmen. Neben der „Allergie-Impfung“ mit Spritze gibt es für Gräser- und Roggenpollenallergiker Tabletten oder Tropfen.
Tierhaare
Was zu tun ist: Erträgt man das Haustier nicht, muss es abgeschafft werden. Denn selbst nach gründlicher Reinigung sind noch Jahre später Spuren des aggressiven Allergen zu finden. Wer das nicht übers Herz bringt: Tiere gehören weder ins Bett noch ins Schlafzimmer. Auch ein Staubsauger mit Tierhaardüse hilft.
Wie behandelt wird: Ist das Tier längst weg, nicht aber die Symptome, helfen Medikamente, die das Immunsystem zügeln.
Hausstaubmilben
Da Milbenkot fest am Hausstaub klebt, findet er sich in Sesseln, Betten, Kleidern und Teppichen. Am meisten leiden die Betroffenen, wenn der Staub zu Beginn der Heizperiode aufgewirbelt wird. Da im Herbst zudem Erkältungszeit ist, wird eine Allergie oft als solche fehl gedeutet. Kreuzallergien mit Meeresfrüchten sind häufig.
Was zu tun ist: Die Staubfänger vor allem aus dem Schlafzimmer verbannen, milbenundurchlässige Matratzenbezüge oder Synthetikfaserbetten kaufen und die Wohnung regelmäßig putzen.
Wie behandelt wird: Schon bei den häufig betroffenen Kindern kann eine spezifische Immuntherapie zum Beispiel mit Tropfen helfen. Studien zeigen, dass so das Risiko um die Hälfte minimiert wird, dass aus der Milbenallergie Asthma wird.




