Maßband, Quelle: dpa

- Diätformen

Die wärmeren Temperaturen nahen und die Figur ist noch nicht in Form. Wer abnehmen will, sollte sich eines klarmachen: Abnehmen bedeutet vor allem, weniger Kalorien aufzunehmen als man verbraucht. Es gibt verschiedene Diätformen, die dabei helfen. Suchen Sie sich die richtige aus!

LOGI-Diät (Low Glycemic and Insulinemic)

Wie funktioniert es:  Mehr Lebensumstellung als wirkliche Diät, es gibt nur eine Regel: weniger Kohlehydrate, das hält den Blutglukose- und Insulinspiegel niedrig.
Praktisch heißt das: Sanfter Verzicht auf Nudeln, Brot und Kartoffeln, dafür sind Fleisch und Fisch und hochwertige Fette erlaubt. Obst, Salate und Gemüse so viel wie gewünscht!
Rat des Experten: Wer es durchhält, auf die klassischen Sättigungsbeilagen zu verzichten, kann mit dieser ausgewogenen Diät langfristig abnehmen. Es bedarf aber einiger Umgewöhnung.
Geeignet für: Menschen, die geduldig und auch bereit sind, neben dem Verzicht auf Kohlehydrate auf ihre Kalorienzufuhr achten.
Frau schläft, davor Wecker und Schokobrötchen, Quelle: dpa

Schlank im Schlaf

Wie funktioniert es: Eiweiße und Kohlehydrate werden getrennt, vor allem abends sind keine Kohlehydrate mehr erlaubt. Hintergrund: Je weniger Kohlehydrate, desto niedriger der Blutzuckerspiegel und desto besser ist die Verarbeitung des Essens während des Schlafes.

Praktisch heißt das: Zum Frühstück gibt es nur Kohlehydrate, mittags dürfen sie mit Eiweißen kombiniert werden, abends sind nur Eiweiße erlaubt.
Rat des Experten: Wer sich an die Vorgaben halten kann, hat eine Chance auf Gewichtsverlust. Es erfordert aber, dass man sich intensiv mit den Lebensmitteln beschäftigt und weiß, welche Nährstoffe wo enthalten sind. Ob der Verzicht auf Kohlehydrate am Abend wirklich zu einer Gewichtsreduktion führt, ist noch nicht Geeignet für: Menschen, die sich gern damit beschäftigen, was ihr Essen für Nährstoffe enthält. Wichtig sind außerdem lange Phasen, in denen nichts gegessen wird.

Trennkost

Wie funktioniert es: Auf die Empfehlung des amerikanischen Arztes Dr. Howard Hay hin werden Eiweiße und Kohlehydrate getrennt gegessen. Er ging davon aus, dass die Nährstoffe nicht gleichzeitig verwertet werden können und die Mischkost folglich zur Übersäuerung des Körpers führt.
Praktisch heißt das: Milch, Fleisch, Fisch und Käse werden nicht zusammen mit Gemüse, Obst und Kohlehydraten verzehrt: Morgens gibt’s zum Beispiel Müsli mit Fruchtsaft, mittags Fisch.
Rat des Experten: Die Theorie dahinter entbehrt jeder wissenschaftlichen Basis. Dennoch hat sie positive Aspekte, zum Beispiel den reduzierten Fleischverzehr. Die Trennkost ist zudem energie- und fettarm.
Geeignet für: Empfohlen wird die strenge Trennkost niemandem. Wenn sie kurzzeitig durchgeführt wird, gelingt das wahrscheinlich am ehesten Singles und Menschen, die wenig für andere kochen.
Logo Weight Watchers, Quelle: dpa

Weight Watchers

Wie funktioniert es: Alle Lebensmittel entsprechen einem bestimmten Punktwert. Vor dem Verzehr werden die Mahlzeiten nach den Punkten zusammengestellt, ein bestimmter Wert darf dabei nicht überschritten werden.
Praktisch heißt das: Fette Speisen und Süßes treiben den Punktespiegel hoch, Obst und Gemüse zählen nix.
Rat des Experten: Es muss gut kombiniert werden, sonst ist die zusammengestellte Kost mitunter einseitig und nicht gesund.
Geeignet für:  Menschen, die soziale Kontakte brauchen, um abzunehmen. Weight Watchers haben eigene Gruppen, die sich regelmäßig treffen.

Low-Carb (Vorgänger der LOGI-Diät)

Wie funktioniert es: Es gibt verschiedene Low-Carb-Diäten. Alle haben zum Ziel, die Zahl der verzehrte Kohlehydrate mit hohem glykämischen Index (GI) zu reduzieren. Lebensmittel mit hohem GI sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel schnell stark ansteigt. Statt Fette werden Kohlehydrate aufgenommen und gespeichert.
Praktisch heißt das: Weißmehl oder Zucker zu meiden, außerdem abends möglichst auf Pasta, Brot und andere Kohlehydrate zu verzichten.
Rat des Experten: Die Diät kann sich eignen, wenn sie die gesunde Mischung beibehält: auch Eiweiße und Fett sollten reduziert werden.
Geeignet für: Menschen, die gerne Tabellen lesen. Denn es ist nicht immer ganz einfach, den glykämischen Index herauszubekommen.
Zusammengestellt von Beate Wagner

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