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Der australische Künstler Joseph Marr liebt Zucker - so sehr, dass er ihn nicht nur isst, sondern auch Skulpturen daraus formt. Eine Kunst, die nicht nur zum Anschauen gedacht ist...
Zucker-Figuren, die eine aus Lakritz, die andere aus geschmolzenen Bonbons mit Apfelgeschmack. Der australische Künstler Joseph Marr arbeitet seit mehreren Jahren mit Zucker, für ihn ein ganz besonderer Stoff:
Jospeh Marr, Künstler:
"Zucker ist eine tolle Metapher für Verlangen und was man will. Für mich, ich liebe Zucker. Ja, es ist eine tolle Metapher für alles, was man will."
In seinem Atelier in Berlin-Neukölln kocht er die Zuckermasse nur für kleinere Objekte. Für größere arbeitet er mit spezialisierten Werkstätten zusammen. Die Verarbeitung von Dutzenden Kilo Zucker zu filigranen Skulpturen ist eine besondere Herausforderung. Joseph Marr ist einer der ersten Künstler, der sich an diesen "süßen Stoff" herangetraut hat.
Jospeh Marr, Künstler:
"Wenn sie hören, dass es aus Zucker gemacht ist, das ist wirklich Zucker, was? So, ist es immer eine Überraschung und ich finde das schön, weil es sieht ein bisschen wie Glas, ein bisschen wie Plastik aus. Es hat so eine andere Oberfläche, gar kein anderer Stoff hat so eine Oberfläche."
Die Skulpturen werden mit einer Lackschicht versiegelt. Doch für ein Experiment hat Joseph Marr sie in ihrem süßen Urzustand belassen:
Jospeh Marr, Künstler:
"Sie haben das gern geleckt und es war lustig. Es war so, das war toll als Künstler auch, weil normalerweise kommen die Leute nicht so nah an Kunst."
Zucker-Kunst zum Anfassen und Schmecken – eine tolle Idee.
Beitrag: Ursula Stamm





